Keith Richards’ Arsch­loch­freun­de – Des ko koa Gua­ter sei…

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Dies ist kei­ne Über­set­zungs­kri­tik. Kann es gar nicht sein, weil ich die Über­set­zung nicht gele­sen habe. Aber mein Nach­bar hat mich gera­de auf die Rezen­si­on der Keith Richards-Bio­gra­phie in der FAZ auf­merk­sam gemacht. Und natür­lich hät­te ich als Über­set­zer für so einen Auf­trag mein lin­kes Ei gege­ben. Nicht nur weil ich Keith Richards irgend­wie mag.

Beim Über­flie­gen der Rezen­si­on noch im Ste­hen blieb mein Blick an etwas hän­gen, was ich erst nicht für wahr hal­ten moch­te, und das war die For­mu­lie­rung »fan­tas­ti­sche Arsch­loch­freun­de«. WTF, möch­te man auf Neu­deutsch aus­ru­fen? Weil ich es nicht fas­sen konn­te… moch­te… immer noch nicht fas­sen will…

Was sind wohl »Arsch­loch­freun­de« 1 in den Augen des­je­ni­gen, der sie in die Welt gesetzt hat? Nun, kei­ne Ahnung. Ich weiß nur eines, und das ist zweierlei:

Ers­tens weiß ich, was ein »Arsch­loch« ist und dass ein »Arsch­loch« im Deut­schen Nega­ti­ves kon­no­tiert und auch damit auch als Bestim­mungs­wort in Zusam­men­set­zun­gen das näher bestimm­te Grund­wort in den brau­nen Dreck zieht. Das liegt in der Natur deut­scher Wort­bil­dungs­ge­set­ze. Ein »Arsch­loch­po­li­ti­ker«, sei er denn hier mal um des Argu­ments wil­len erfun­den, wäre eben­so nega­tiv wie ein »Arsch­loch­über­set­zer«, wenn wir mal davon aus­ge­hen, dass es sich nicht um einen Über­set­zer han­delt, der sich auf das Über­set­zen von Arsch­lö­chern kapri­ziert hat. 2

Und zwei­tens weiß ich, was da im eng­li­schen Ori­gi­nal steht; (mehr …)

  1. Wer den Begriff »Arsch­loch­freun­de« in sei­ne Such­ma­schi­ne ein­gibt, der wird auf den ers­ten Blick sehen, dass der Begriff im Deut­schen vor­be­las­tet und in Gebrauch ist. []
  2. Eine Art Prok­to­lo­gen unter Über­set­zern ken­ne ich frei­lich nicht.[]

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