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	<title>Autoren - SlangGuy&#039;s Blog</title>
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	<description>Über Slang, Übersetzen &#38; die Sprache dazu</description>
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	<title>Autoren - SlangGuy&#039;s Blog</title>
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		<title>Shoshana Zuboff</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SlangGuy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2018 07:01:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich hatte ich vorgehabt, nach der Übersetzung dieses wichtigen Titels hier einen kleinen »Zuboff-Schrein« einzurichten, aber dann kam im Anschluss gleich noch so ein Monster rein, und dann habe ich drauf vergessen. Wenn ich also sage, das jetzt sukzessive nachholen zu wollen, so ist das cum grano salis zu nehmen, aber ich verspreche zumindest den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="http://www.amazon.de/dp/359350930X?ie=UTF8&amp;tag=slang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3831130523%22" target="_blank" rel="attachment noopener wp-att-1148"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-1148 size-medium" src="http://www.slangtimes.com/bernhardschmid/wp-content/uploads/2019/02/zuboff60_92-201x300.jpg" alt width="201" height="300"></a>Eigentlich hatte ich vorgehabt, nach der Übersetzung dieses wichtigen Titels hier einen kleinen »Zuboff-Schrein« einzurichten, aber dann kam im Anschluss gleich noch so ein Monster rein, und dann habe ich drauf vergessen. Wenn ich also sage, das jetzt sukzessive nachholen zu wollen, so ist das cum grano salis zu nehmen, aber ich verspreche zumindest den Versuch, die Seite hier mit der Zeit etwas auszustaffieren. Es wird, so fürchte ich, ohnehin einige Zeit – zu lange? – dauern, bis Shoshana Zuboffs nachgerade revolutionäre Entdeckung ins allgemeine Bewusstsein einzusickern beginnt…</h4>
<p>Hier zunächst einmal ein kleines <strong>Zuboff-Glossar</strong> für Leser, Journalisten &amp; sonstige Interessierte. Die fehlenden Definitionen (»xxx«) hoffe ich, mit der Zeit nachzureichen.</p>
<h4 class="western" lang="en-US" align="center"><span lang="de-DE">*</span></h4>
<h4 class="western" lang="en-US" align="center"><span lang="de-DE">Manchmal freilich führe ich ganz bewusst vertraute Sprache neuer Verwendung zu,<br>
um eine gewisse Kontinuität in der Funktion eines Elements oder Prozesses herauszustellen.<br>
Shoshanna Zuboff<br>
</span></h4>
<h4 style="text-align: center;">*</h4>
<p style="text-align: center;"><strong>kleiner Tipp</strong>: eine vermutlich aktuellere Fassung <strong>dieses Artikels</strong> finden Sie gleich hier um die Ecke auf meiner <a href="https://www.slangtimes.com/bernhardschmid/shoshana-zuboff/"><strong>Übersetzer-Website</strong></a>; eine Materialensammlung zum Buch finden Sie <strong><a href="https://www.slangtimes.com/bernhardschmid/2019-02-09/zuboff-das-zeitalter-des-ueberwachungskapitalismus-materialien/">hier</a></strong>.</p>
<blockquote><p><strong>A</strong><br>
<strong>action, autonomous</strong>: »The competitive necessity of economies of action means that surveillance capitalists must use all means available to supplant autonomous action with heteronomous action.«: <strong>autonomes Handeln; selbstbestimmtes Handeln.</strong></p>
<p><strong>action, heteronomous:</strong> »The competitive necessity of economies of action means that surveillance capitalists must use all means available to supplant autonomous action with heteronomous action.«: <strong>heteronomes Handeln; fremdbestimmtes Handeln. </strong></p>
<p><strong>actuation capability:</strong> »Diese Aktuationsfähigkeit definiert eine neue Phase des Vorhersageimperativs, die ich unter dem Begriff Aktions- bzw. Handlungsvorteile zusammenfasse.«: <strong>Aktuationsfähigkeit.</strong></p>
<p><strong>actuator:</strong> »The intelligence of the Internet of Things means that sensors can also be actuators.«: <strong>Aktor.</strong></p>
<p><strong>adaptation:</strong> dritte Phase im Enteignungszyklus; »public pressure triggers adaptation«: <strong>Anpassung.</strong> siehe auch: <em><strong>habituation; incursion; redirection; dispossession cycle.</strong></em></p>
<p><strong>advocacy:</strong> »Anwaltschaft als Signal zum Handeln: Versteht man unter ›anwaltschaftlich‹ eine direkte praktische Antwort auf eine ungerechte Situation. Es geht um das wirkliche Sehen von Not – und um den Umgang mit dem Gesehenen. In diesem Sinn ist der sogenannte barmherzige Samariter zuerst ein Anwalt und nicht ein spontaner Helfer.« (quote) »Als anwaltschaftlicher Journalismus wird eine journalistische Tätigkeit bezeichnet, die sich der parteiergreifenden Darstellung von Standpunkten widmet, die in den Massenmedien unterrepräsentiert sind. Dabei kann es um die Interessen von Minderheiten gehen, durchaus aber auch um die von (machtlosen) Mehrheiten (z. B. Frauen, Arbeiter), deren Standpunkte in den Medien unverhältnismäßig wenig Gehör finden.« (quote) »Unter dem Gesichtspunkt anwaltschaftlichen Handelns befasst sich der BVkE insofern nicht mit den Anliegen junger Menschen und ihrer Eltern im Allgemeinen, sondern mit den Interessen, Bedürfnissen und Bedarfslagen der Kinder, Jugendlichen, der Personensorgeberechtigten und der jungen Volljährigen, die durch die Mitglieder des BVkE Hilfe erfahren, erfahren haben und ggf. erfahren werden.« (quote): <strong>Anwaltschaftlichkeit; Anwaltschaft; anwaltschaftliches Handeln</strong>.</p>
<p><strong>B</strong><br>
<strong>behavior, future:</strong> xxx: <strong>künftiges Verhalten.</strong></p>
<p><strong>behavior, rendered:</strong> xxx: <strong>gerendertes Verhalten.</strong></p>
<p><strong>behavioral data:</strong> xxx: <strong>Verhaltensdaten.</strong></p>
<p><strong>behavioral futures:</strong> xxx: <strong>Verhaltensterminkontrakte.</strong></p>
<p><strong>behavioral futures market:</strong> »Prediction products are sold into a new kind of market that trades exclusively in future behavior. Surveillance capitalism’s profits derive primarily from these behavioral futures markets«: <strong>Verhaltensterminkontraktmarkt</strong>.</p>
<p><strong>behavioral surplus:</strong> kurz auch (s.d.) <strong>surplus:</strong> <strong>Verhaltensüberschuss.</strong></p>
<p><strong>behavioral surplus accumulation:</strong> xxx: <strong>Akkumulation von Verhaltensüberschuss.</strong></p>
<p>behavioral value reinvestment cycle: xxx: Verhaltenswert-Reinvestitionszyklus.</p>
<p><strong>bets on our future behavior:</strong> Anspielung auf die »Wette«, die man an der Börse eingeht; <em>siehe</em> behavioral futures market: <strong>Wetten auf [unser] künftiges Verhalten.</strong></p>
<p><strong>Big Brother:</strong> (nach George Orwell): <strong>Big Brother.</strong></p>
<p><strong>Big Other:</strong> »a ubiquitous sensate, networked, computational infrastructure that I call Big Other« »a distributed and largely uncontested new expression of power that I christen: ›Big Other‹. It is constituted by unexpected and often illegible mechanisms of extraction, commodification, and control that effectively exile persons from their own behavior while producing new markets of behavioral prediction and modification; the construction, ownership, and operation of the means of behavior modification that is Big Other; … it is the sensate, computational, connected puppet that renders, monitors, computes, and modifies human behavior« »Der Überwachungskapitalismus ist der Puppenspieler, der uns durch das Medium des allgegenwärtigen digitalen Apparats seinen Willen aufzwingt. Ich bezeichne diesen Apparat als Big Other – das Große Andere. Ich verstehe darunter die wahrnehmungsfähige, rechnergestützte und vernetzte Marionette, die das menschliche Verhalten rendert, überwacht, berechnet und modifiziert. Big Other kombiniert diese Funktionen des Wissens und Tuns zu einem ebenso umfassenden wie beispiellosen Mittel zur Verhaltensmodifikation.«: <strong>Big Other; das große Andere.</strong></p>
<p><strong>C</strong><br>
<strong>certainty:</strong> bezieht sich auf die Qualität der Vorhersageprodukte: <strong>Gewissheit; Zuverlässigkeit.</strong></p>
<p><strong>collision:</strong> »Ich spreche in diesem Zusammenhang von einer ›Kollision‹ des jahrhundertelangen Individualisierungsprozesses, der unsere Erfahrung als selbstbestimmte Individuen ausgeformt hat, mit einem durch ein jahrzehntelanges Regime neoliberaler Marktwirtschaft geschaffenes Biotop, in dem wir immer wieder sowohl unser Selbstwertgefühl als auch unser Bedürfnis nach Selbstbestimmung frustriert sehen.«: <strong>Kollision.</strong></p>
<p><strong>corner[ing]:</strong> Anspielung auf »to corner the market«; letztlich spricht Zuboff von der Monopolisierung des Verhaltensnachschubs: <strong>Monopolisierung; monopolisieren; mit Beschlag belegen.</strong></p>
<p><strong>coup de gens:</strong> »It is not a coup d’état in the classic sense but rather a coup de gens: an overthrow of the people concealed in the technological Trojan horse that is Big Other.« nicht »Putsch«!: coup de gens.</p>
<p>D<br>
<strong>data exhaust:</strong> xxx: <strong>Datenabgase.</strong></p>
<p><strong>declaration, synthetic:</strong> »Die zweite Form von Widerspruch bezeichne ich als synthetische Deklaration. Lautet die Deklaration »Schach!«, dann ist die Gegendeklaration »Schachmatt!«. Mit der synthetischen Deklaration verändere ich das Spiel. Sie macht ein alternatives Rahmenwerk geltend, das die Fakten transformiert, denen wir gegenüberstehen. Mit Gegenerklärungen spielen wir nur auf Zeit. Wir machen uns das Leben erträglicher, doch nur eine synthetische alternative Vision wird den ungezügelten Überwachungskapitalismus zugunsten einer digitalen Zukunft ändern, die sich als Heimat bezeichnen lässt.«: <strong>synthetische Deklaration. </strong></p>
<p><strong>demand:</strong> bezeichnet in der ersten Phase die Nachfrage der Nutzer etwa von Google Search; dann wird daraus die Nachfrage der Werbekundschaft, die Vorhersageprodukte kauft, was den Nutzer zum reinen Rohstofflieferanten degradiert: <strong>Nachfrage.</strong></p>
<p>depth: bezieht sich auf eine der beiden Dimensionen der Erweiterung der _ economies of scope; »In ihrer zweiten Dimension geht die Diversifikation in die Tiefe. Diese Versorgungsoperationen zielen direkt auf unsere Persönlichkeit, Stimmungen und Emotionen, unsere Lügen und unsere Sollbruchstellen. Intimität wird Schicht um Schicht erfasst.«; <em>siehe auch</em> extension: <strong>Tiefe.</strong></p>
<p><strong>dispossession cycle:</strong> »sequence of tactical phases: <em>siehe dort</em> incursion <em>siehe dort</em> habituation; <em>siehe dort</em> adaptation; <em>siehe dort</em> redirection; <em>siehe dort</em> dispossession cycle«: <strong>Enteignungszyklus.</strong></p>
<p><strong>division of learning:</strong> »the division of learning in society«; eine Anspielung auf »division of labor«: <strong>Wissensteilung.</strong></p>
<p><strong>E</strong><br>
<strong>economies of action:</strong> bezeichnet die »Vorteile« der Einflussnahme auf das Verhalten der Nutzer, da die bes­ten Vorhersageprodukte da­durch garantiert werden, dass man dem Nutzer sagt, wie er sich verhalten soll; in den Text einführen mit »Handlungs- bzw. Aktionsvorteile«: <strong>Handlungsvorteile; Aktionsvorteile; Handlungs- bzw. Aktionsvorteile.</strong></p>
<p><strong>economies of scale:</strong> bei Zuboff geht es im Ggs. zur offiziellen Definition nicht um die Verringerung der Stückkosten, sondern einfach um den »Vorteil« der Größe/Masse: je mehr Verhaltensdaten, desto besser das Vorhersageprodukt; einführen in den Text mit »Größen- bzw. Massenvorteile«: <strong>Größenvorteile; Massenvorteile; Größenvorteile- bzw. Massenvorteile.</strong></p>
<p><strong>economies of scope:</strong> je diverser das Spektrum erfassten Verhaltens, desto größer die Überwachungserträge; »Verhaltensüberschuss muss … breit gefächert [sein]. _ extension«: <strong>Diversifikationsvorteile.</strong></p>
<p><strong>execution architecture:</strong> »Extraktion allein reicht nicht aus; sie muss heute mit der Durchführung verbunden sein. Entsprechend wird die Extraktionsarchitektur mit einer neuen Exekutionsarchitektur gekoppelt«: <strong>Exekutionsarchitektur</strong>.</p>
<p><strong>extension:</strong> bezieht sich auf eine der beiden Dimensionen der Erweiterung der&nbsp;<em>siehe dort</em> economies of scope; »extension of extraction operations from the virtual world into the ›real‹ world«; <em>siehe dort</em> depth: <strong>Ausweitung; Erweiterung.</strong></p>
<p><strong>extraction:</strong> xxx: <strong>Extraktion.</strong></p>
<p><strong>extraction imperative:</strong> xxx: <strong>Extraktionsimperativ.</strong></p>
<p><strong>extraction operation:</strong> xxx: <strong>Extraktionsoperation.</strong></p>
<p><strong>F</strong><br>
<strong>friction:</strong> xxx: <strong>Sand im Getriebe.</strong></p>
<p><strong>future behavior:</strong> »Prediction products are sold into a new kind of market that trades exclusively in future behavior. Surveillance capitalism’s profits derive primarily from these behavioral futures markets«: <strong>künftiges Verhalten.</strong></p>
<p><strong>G</strong><br>
<strong>guaranteed outcomes:</strong> xxx: <strong>garantierte Ergebnisse.</strong></p>
<p><strong>H</strong></p>
<p><strong>habituation:</strong> zweite Phase im Enteignungszyklus; »public habituation«. <em>siehe dort</em> incursion; <em>siehe dort</em> adaptation; <em>siehe dort</em> redirection: <strong>Gewöhnung.</strong></p>
<p><strong>hijack[ing]:</strong> in Bezug auf das Ansichreißen der _ division of learning in der Gesellschaft; _ kidnap[ing]: Annexion; Übernahme; sich bemächtigen.</p>
<p><strong>I</strong><br>
<strong>incursion:</strong> erste Phase im Enteignungszyklus. <em>siehe dort</em> habituation; <em>siehe dort</em> adaption; <em>siehe dort</em> redirection: <strong>Übergriff.</strong></p>
<p><strong>inevitabilism:</strong> die Behauptung der Überwachungskapitalisten, all die Nebenerscheinungen (wie der Verlust der Privatsphäre etc.) sei technisch bedingt und nicht zu ändern: <strong>Inevitabilismus; Unvermeidlichkeitsdoktrin.</strong></p>
<p><strong>informate:</strong> »The word I coined to describe this unique capacity is ›informate‹. Information technology alone has the capacity to automate and to informate. As a result of the informating process, computer-mediated work extends organizational codification resulting in a comprehensive ›textualization‹ of the work environment – what I called ›the electronic text.‹«: <strong>informatisieren.</strong></p>
<p><strong>informated:</strong> »xxx«: <strong>informatisiert.</strong><br>
<strong>instrumentarian:</strong> xxx: <strong>instrumentär.</strong></p>
<p><strong>instrumentarianism:</strong> »was diese Macht anbelangt, so möchte ich sie als Instrumentarismus bezeichnen und diesen als Instrumentierung und Instrumentalisierung von Verhalten zum Zweck seiner Modifizierung, Vorhersage und Monetarisierung definieren.« »the instrumentation and instrumentalization of behavior for the purposes of modification, prediction, and monetization«; »Der Totalitarismus war die Transformation des Staats zu einem Projekt totaler Vereinnahmung. Der Instrumentarismus und seine Verkörperung in Big Other bedeuten die Verwandlung des Marktes in ein Projekt totaler Gewissheit«: <strong>Instrumentarismus.</strong></p>
<p><strong>K</strong><br>
<strong>kidnap[ping]:</strong> auf die »human experience« bezogen; Zuboff versteht darunter, dass Verhalten aus nichtmarktlichen Sphären (unserem Alltag) entführt und in den kommerziellen Kreislauf verschleppt wird; da sie das immer wieder als »Territorium bezeichnet« <em>siehe dort</em> hijack[ing]: <strong>Annexion; annektieren; entführen.</strong></p>
<p><strong>M</strong><br>
<strong>market in future behavior:</strong> xxx: <strong>Markt für künftiges Verhalten.</strong></p>
<p><strong>means of behavior modification:</strong> »as the means of production is subordinated to a new and more complex means of behavior modification«: <strong>Verhaltensmodifikationsmittel.</strong></p>
<p><strong>means of production:</strong> »as the means of production is subordinated to a new and more complex means of behavior modification«: <strong>Produktionsmittel.</strong></p>
<p><strong>migration:</strong> »the migration of surveillance capitalism from the online environment to the real world« »Teil II verfolgt die Migration des Überwachungskapitalismus vom Online-Milieu in die reale Welt, die eine Folge des Wettlaufs um die maximale Gewissheit von Vorhersageprodukten ist«: <strong>Migration.</strong></p>
<p><strong>O</strong><br>
<strong>opt-out:</strong> »Beim Opt-out gibt der Betroffene standardmäßig … auch eine datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung ab. Will er dies nicht, muss er aktiv tätig werden, also etwa den entsprechenden Datenschutzpassus streichen, ein hierfür vorgesehenes Kästchen ankreuzen o.Ä.«: <strong>Opt-out; Opting-out.</strong></p>
<p><strong>Other-One, the:</strong> »If it’s a choice of he she or it ›the other one‹ must be ›it‹«. (Zuboff): <strong>das Andere.</strong></p>
<p><strong>outcomes, guaranteed:</strong> xxx: <strong>garantierte Ergebnisse.</strong></p>
<p><strong>P</strong><br>
<strong>phase, first:</strong> »The first phrase of surveillance capitalism was the migration from the virtual to the real world.«: <strong>erste Phase; Phase I.</strong></p>
<p><strong>phase, second:</strong> »The second phase of surveillance capitalism is a shift of focus from the real world to the social world, as society itself becomes the new object of extraction and control.«: <strong>zweite Phase; Phase II.</strong></p>
<p><strong>physical world:</strong> <em>siehe dort</em> real world: <strong>dingliche Welt.</strong></p>
<p><strong>prediction imperative:</strong> xxx: <strong>Vorhersageimperativ.</strong></p>
<p><strong>prediction product:</strong> »Prediction products are sold into a new kind of market that trades exclusively in future behavior. Surveillance capitalism’s profits derive primarily from these behavioral futures markets«: <strong>Vorhersageprodukt.</strong></p>
<p><strong>predictive power:</strong> xxx: <strong>Vorhersagekraft.</strong></p>
<p><strong>predictive, less:</strong> xxx: <strong>mit geringerer Vorhersagekraft.</strong></p>
<p><strong>predictive, more:</strong> xxx: <strong>mit größerer Vorhersagekraft; vorhersagegenauer.</strong></p>
<p><strong>R</strong></p>
<p><strong>real-life behavior:</strong> xxx: <strong>reales Verhalten.</strong></p>
<p><strong>real world:</strong> <em>siehe dort</em> physical world : <strong>reale Welt.</strong></p>
<p><strong>redirection:</strong> erste Phase im Enteignungszyklus; »redirection campaign«. <em>siehe dort</em> habituation; <em>siehe dort</em> adaptation; <em>siehe dort</em> incursion; <em>siehe dort</em> dispossession cycle: <strong>Neuausrichtung; Neuorientierung.</strong></p>
<p><strong>render:</strong> (vb): <strong>rendern.</strong></p>
<p><strong>rendered behavior:</strong> xxx: <strong>gerendertes Verhalten.</strong></p>
<p><strong>S</strong><br>
<strong>search-engine learning:</strong> (auf die Lernfähigkeit der Suchmaschinen bezogen): <strong>Suchmaschinenlernen.</strong></p>
<p><strong>second text:</strong> auch <em>siehe dort</em> shadow text: <strong>zweiter Text.</strong></p>
<p><strong>shadow text:</strong> »is about us, not for us«; auch <em>siehe dort</em> second text: <strong>Schattentext.</strong></p>
<p><strong>supply operation:</strong> es geht um die Versorgung / den Nachschub an Verhaltensüberschuss: <strong>Nachschub­operation; Versorgungsoperation.</strong></p>
<p><strong>surplus:</strong> kurz für <em>siehe dort</em> behavioral surplus: <strong>Überschuss; Verhaltentsüberschuss.</strong></p>
<p><strong>surveillance capitalism:</strong> Leitprinzip: Die wahren Bedürfnisse des Nutzers/Menschen sind weniger wichtig als der Verkauf von Vorhersagen über sein künftiges Verhalten. Verfügt über neue Produktionsmittel und eine neue Logik der Akkumulation; sein Motor ist der Extraktionsimperativ: <strong>Überwachungskapitalismus.<a href="http://www.amazon.de/dp/359350930X?ie=UTF8&amp;tag=slang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3831130523%22" target="_blank" rel="attachment noopener wp-att-1147"><img decoding="async" class="alignright wp-image-1147 size-medium" src="http://www.slangtimes.com/bernhardschmid/wp-content/uploads/2019/02/zuboff61_92-202x300.jpg" alt width="202" height="300"></a></strong></p>
<p><strong>surveillance capitalist:</strong> xxx: <strong>Überwachungskapitalist.</strong></p>
<p><strong>surveillance revenues:</strong> xxx: <strong>Überwachungserträge.</strong></p>
<p><strong>U</strong><br>
<strong>user:</strong> xxx: <strong>Nutzer; User.</strong></p>
<p><strong>user experience:</strong> xxx: <strong>Nutzererfahrung.</strong></p>
<p><strong>W</strong><br>
<strong>world, physical:</strong> <em>siehe dort</em> real world : <strong>dingliche Welt.</strong></p>
<p><strong>world, real:</strong> <em>siehe dort</em> physical world : <strong>reale Welt.</strong></p></blockquote>
<p style="text-align: center;">&nbsp;Shoshana Zuboff, <em>Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus</em></p>
<p><a href="http://www.slangtimes.com/bernhardschmid/2010-09-25/gilbert-keith-chesterton-william-blake/b470/" rel="attachment wp-att-489"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-489 aligncenter" src="http://www.slangtimes.com/bernhardschmid/wp-content/uploads/2010/09/b470-300x63.jpg" alt width="300" height="63"></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Einige Links für den Anfang:</strong></p>
<p style="text-align: center;">(Eine ständig akutalisierte Liste finden Sie auf meiner Übersetzer-Website gleich <a href="https://www.slangtimes.com/bernhardschmid/">hier</a> um die Ecke.)</p>
<h5 style="text-align: center;">Überwachungskapitalismus:<br>
Die Thesen der Shoshana Zuboff | <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Y6J6Yh8LIY0" target="_blank" rel="noopener">3sat</a> [15.09.2014]</h5>
<h5 style="text-align: center;">Interview mit <strong>Shoshana Zuboff</strong>: »Facebook und Google haben ihr Geburtsrecht verwirkt«. Bundeszentrale für politische Buildung (<a href="https://www.bpb.de/dialog/netzdebatte/169412/interview-mit-shoushana-zuboff-facebook-und-google-haben-ihr-geburtsrecht-verwirkt" target="_blank" rel="noopener">bpb</a>)</h5>
<h5 style="text-align: center;"><strong>Shoshana Zuboff</strong> im Gespräch mit Marcus Richter und Vera Linß: Der ›Überwachungskapitalismus‹ steuert das Verhalten.<br>
Podcast :<a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/breitband.1263.de.html">Breitband</a> <span class="drk-sitetitledate"> | Beitrag vom 20.10.2018</span><a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/shoshana-zuboff-ueberwachungskapitalismus-steuert-das.1264.de.html?dram:article_id=431006" target="_blank" rel="noopener">&nbsp;Deutschlandfunk</a></h5>
<h5 style="text-align: center;"><strong>Shoshana Zuboff</strong>: »Facebook ist nicht die Dorfwiese« <a href="https://www.sueddeutsche.de/digital/shoshana-zuboff-ueberwachungskapitalismus-google-facebook-1.4198835" target="_blank" rel="noopener">Süddeutsche Zeitung</a> <span class="st"><span class="f">07.11.2018</span></span></h5>
<h5 style="text-align: center;"><strong>Shoshana Zuboff im Interview</strong><br>
»Die dritte Phase des Kapitalismus«<br>
Für Shoshana Zuboff ist die Sharing Economy nur ein kleiner Schritt –<br>
auf dem Weg zu einem neuen Wirtschaftssystem, in dem nicht mehr Unternehmen,<br>
sondern die Kunden das Sagen haben.<br>
<a href="https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2013/besitz/die-dritte-phase-des-kapitalismus" target="_blank" rel="noopener"><em><strong>brand eins </strong></em></a></h5>
<h5 class="content__headline" style="text-align: center;">‘The goal is to automate us’:<br>
welcome to the age of surveillance capitalism<br>
<strong><a href="https://www.theguardian.com/technology/2019/jan/20/shoshana-zuboff-age-of-surveillance-capitalism-google-facebook" target="_blank" rel="noopener">The Guardian,</a> <time class="content__dateline-wpd js-wpd" datetime="2019-01-20T07:00:14+0000" data-timestamp="1547967614000">Sun 20 Jan 2019&nbsp; </time></strong></h5>
<h5 style="text-align: center;"><strong><a href="https://www.ft.com/content/43980f9c-0f5b-11e9-a3aa-118c761d2745" target="_blank" rel="noopener">Financial Times</a></strong>, 04.01.2019 (Rezension der US-Ausgabe, die einige Monate nach der deutschen erschien – was meine Aufgabe als Übersetzer nicht gerade erleichtert hat)</h5>
<h5 style="text-align: center;"><a href="http://www.circleid.com/posts/20190106_are_we_ready_to_defend_our_freedom_book_review/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Book Review</strong></a>, 06.01.2019 (Rezension der US-Ausgabe)</h5>
<h5 style="text-align: center;"><strong>Shoshana Zuboff</strong>: »Wollen wir Herren oder Sklaven sein?« 12.09.2014 | <a href="https://www.welt.de/kultur/article132181763/Wollen-wir-Herren-oder-Sklaven-sein.html" target="_blank" rel="noopener"><strong>Welt</strong></a></h5>
<h5 style="text-align: center;">Am 29.01. stellt Frau Zuboff ihr Buch auf der Eröffnungsveranstaltung der <a href="https://www.cpdpconferences.org/events/cpdp2019-opening-night-book-launch-of-shohana-zuboffs-the-age-of-surveillance-capitalism-the-fight-for-a-human-future-at-the-new-frontier-of-power" target="_blank" rel="noopener"><strong>Internationalen Datenschutzkonferenz CPDP</strong></a> vor, die vom 30.01. – 01.02.2019 in Brüssel stattfindet.&nbsp; Am 05.02. spricht sie mit Misha Glenny in London über „<a href="https://www.eventbrite.co.uk/e/surveillance-capitalism-shoshana-zuboff-and-misha-glenny-tickets-53865843187" target="_blank" rel="noopener"><strong>The Age of Surveillance Capitalism</strong></a>“.</h5>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Meinungsbildung zur Meinungsmache in Thriller-Form: Die Somalia-Doktrin</title>
		<link>https://slangtimes.com/2012-11-20/meinungsbildung-zur-meinungsmache-die-somalia-doktrin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[SlangGuy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Nov 2012 11:17:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
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					<description><![CDATA[Entwicklungshilfe ja / nein? Soll der Staat was geben und falls ja wem? Soll man gar als krötenarmer Privatmensch spenden? Dass einem ein Thriller hier bei der Meinungsbildung helfen sollte, klingt im ersten Augenblick vielleicht etwas abwegig. Aber so etwas gibt’s. Und Sie können das, falls Sie wollen, so gut wie umsonst nachprüfen. Alles, was [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5>Entwicklungshilfe ja / nein? Soll der Staat was geben und falls ja wem? Soll man gar als krötenarmer Privatmensch spenden? Dass einem ein Thriller hier bei der Meinungsbildung helfen sollte, klingt im ersten Augenblick vielleicht etwas abwegig. Aber so etwas gibt’s. Und Sie können das, falls Sie wollen, so gut wie umsonst nachprüfen. Alles, was Sie brauchen, ist ein <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0083PWAWU?ie=UTF8&amp;tag=slang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3831130523&quot;" target="_blank">Kindle-Reader</a> und knapp drei Tacken fürs erste Buch. Einen Haudrauf von einem Kenner der Materie, der Sie durchaus zum Nachdenken anregen wird…</h5>
<p>Wir haben das ja <strong>in der Schule gelernt</strong>, in Geographie, wie ich mich erinnere: <strong>Entwicklungshilfe ist gut</strong>.<sup><a href="https://slangtimes.com/2012-11-20/meinungsbildung-zur-meinungsmache-die-somalia-doktrin/#footnote_1_5513" id="identifier_1_5513" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich spreche von den 1960er-Jahren. Falls dem heute nicht mehr so ist, hinterlassen Sie gern einen Kommentar...">1</a></sup> Die bringt ungemein was für die armen Unterentwickelten dieser Welt. Und dann kam als <strong>Beispiel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rourkela" target="_blank">Rourkela</a></strong>, das <strong>deutsche Stahlwerk</strong> in Indien aus den 1950er-Jahren. Den halben Urwald haben sie dafür abgeholzt. Super. Stadtplanung auf dem Reißbrett. Drei Dutzend Dörfer umgesiedelt. Beeindruckend, sicher, aber das war irgendwie wohl auch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kolonialisierung" target="_blank"><strong>Kolonialisierung</strong></a> der halben Welt durch eine kleine Nordseeinsel, Herrgottnochmal. Ich <span id="more-5513"></span>spreche von meinem Erdkundeunterricht in den 1960ern. Und da es auch damals schon Kritik an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklungshilfe" target="_blank"><strong>Entwicklungshilfe</strong></a> gab, brachten wir die natürlich auch vor. Was der junge Studienreferendar, ich erinnere mich noch, nicht gelten ließ oder erst gar nicht verstand. Nicht dass unsereins groß was verstanden hätte. Aber ich erinnere mich noch an die Ansicht, ob man all diese Länder nach all den Jahren kolonialer Abhängigkeit nicht einfach endlich in Ruhe lassen sollte. Lernt man das heute auch noch so ungebrochen?</p>
<p><strong>James Grentons</strong> E‑Book-Thriller<a href="http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_ss_c_0_19?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&amp;url=search-alias%3Ddigital-text&amp;field-keywords=die%20somalia-doktrin" target="_blank"><em><strong> Die Somalia-Doktrin</strong></em></a> wirft dabei weniger die <strong>Frage nach dem Sinn von Entwicklungshilfe</strong> an sich auf. Er geht vor allem der Frage nach, <strong>ob die Organisationen, die sie vor Ort leisten, dafür auch tatsächlich geeignet sind</strong>.<!--more--><a href="http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_ss_c_0_19?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&amp;url=search-alias%3Ddigital-text&amp;field-keywords=die%20somalia-doktrin" target="_blank" rel="attachment wp-att-5516"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft  wp-image-5516" alt="Print" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2012/12/Somalia-Doktrin_300.jpg" width="240" height="350" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2012/12/Somalia-Doktrin_300.jpg 300w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2012/12/Somalia-Doktrin_300-205x300.jpg 205w" sizes="(max-width: 240px) 100vw, 240px"></a> Wie leicht gespendetes <strong>Geld in dunkle Kanäle</strong> verschwinden kann. Wie leicht solche Organisationen <strong>mit solchen Spenden Schindluder treiben</strong> können. Wie leicht sie die mehr oder weniger spendenwillige Weltöffentlichkeit manipulieren können. Ja, manipulieren müssen, weil der betuchte Spender in den Industrieländern <strong>des Mitgefühls langsam, aber sicher müde wird</strong>. Da muss man sich schon was einfallen lassen, und sei es im Extremfall selbst für Hungertote zu sorgen, wie das die größenwahnsinnigen Chefs einer NRO in diesem spannenden Buch praktizieren. Und willige Handlanger finden sie dabei sowohl in den gierigen Kriegsherren Somalias als auch bei einer privaten Söldnerfirma, die sich von der Wiedervereinigung Somalis und den zeichen, die es setzen würde, den großen reibach erhofft. Wie auch immer, <strong>diese Hilfsorganisationen unterliegen praktisch keiner Kontrolle von außen</strong>. (Für die Söldnerfirmen gilt das sowieso.)</p>
<p>Ich darf aus dem lesenswerten <strong>Nachwort des Autors</strong> zitieren:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Zuallererst sollte die massive Zunahme von NROs, die in Entwicklungsländern praktisch ohne Rechenschaftspflicht tätig sind, ernsthafter Anlass zur Sorge sein. Die Jahresbudgets einiger der weltweit größten NROs belaufen sich auf mehrere hundert Millionen Dollar, teils gar auf Milliarden. Ihre Basis bilden hunderttausende von Einzelpersonen mit Spenden zwischen zwei Dollar und mehreren Millionen. Nur hat die Öffentlichkeit keine Vorstellung davon, wie effizient diese NROs geführt werden. Was wir für unsere Spenden bekommen, sind Hochglanzbroschüren, TV-Appelle, Reklamewände und Marketingmaterial voll ans Herz greifender Fotos und Geschichten, die oft genug wenig mit der Realität gescheiterter Projekte und vor Ort zweckentfremdeter Mittel zu tun haben. Um staatliche Hilfe ist es da nicht besser bestellt, solange korrupte Regierungen Millionen ab­zweigen können und die positive Wirkung weitgehend ausbleibt.</p>
</blockquote>
<p>Und was, wenn bei einer solchen Hilfsorganisation denn tatsächlich mal Kriminelle oder gar Wahnsinnige das Ruder übernehmen? Was, wenn diese Leute einen Plan aushecken, ganz Afrika noch einmal zu kolonialisieren. Bei allem Wahnsinn, aller Geldgier natürlich auch mit dem menschenfreundlichen Gedanken, dass das für Afrika die beste Lösung wäre. Schließlich ist dieser Kontinent so offensichtlich nicht in der Lage, sich selbst zu regieren.</p>
<p>Und wenn man das so liest, Fiktion hin oder her, dann gibt einem das durchaus zu denken….</p>
<p>Und man kann, wenn einem nach der kurzweiligen Lektüre tatsächlich nach <strong>Vertiefung des Themas</strong>, nach <strong>Meinungsbildung</strong> sein sollte, das Thema gleich vertiefen. Gleich per <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0083PWAWU?ie=UTF8&amp;tag=slang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3831130523&quot;" target="_blank"><strong>Kindle</strong></a> lassen sich, um bei unserem Beispiel zu bleiben, <strong>einschlägige Karten</strong> aufrufen. Dass <strong>Somalia</strong> und <strong>Somaliland</strong> zwei verschiedene Gebilde sind, letzteres überall herzlich abwertend als »abtrünnige Republik Somaliland« bezeichnet, ist doch schon mal etwas, was man mit nach Hause nehmen kann. Dass man hier <strong>demokratische Wahlen</strong> abgehalten. Dass das von brutalen Kriegsherren zersetzte Somalia mit einiger Vehemenz auf die Wiedervereinigung drängt.</p>
<p>Aber eben auch die grundsätzliche Frage <strong>nach Sinn und Unsinn der Entwicklungshilfe</strong> ließe sich bequem vertiefen. Nicht zuletzt weil der Autor, der übrigens fünfzehn Jahre einschlägig tätig war, hinten eine Reihe erstklassiger Bücher zum Thema anführt.<br>
Mal ehrlich, <strong>für knapp drei Euro ist das nicht die schlechteste Einführung in ein Gebiet</strong>, die mir untergekommen ist. Da fand ich unsere Erdkundestunde in den Sixties weitaus weniger kompetent und bei weitem nicht so spannend…</p>
<p style="text-align: center;">~~~~~~~~~~~~~~~~~~~</p>
<table style="height: 300px; width: 570px;" border="0" align="center">
<caption><span style="font-family: comic sans ms,sans-serif;">zum Thema bei amazon.com</span></caption>
<tbody>
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<td style="text-align: center;"><a href=" http://www.amazon.de/gp/product/3942989018?ie=UTF8&amp;tag=slang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3831130523&quot;" target="_blank" rel="attachment wp-att-5524"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5524 aligncenter" alt="moyo00_" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2012/12/moyo00_.jpg" width="191" height="291"></a></td>
<td style="text-align: center;"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492252303?ie=UTF8&amp;tag=slang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3831130523&quot;" target="_blank" rel="attachment wp-att-5523"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5523 aligncenter" alt="beahU03_" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2012/12/beahU03_.jpg" width="174" height="274"></a></td>
<td style="text-align: center;"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499624869?ie=UTF8&amp;tag=slang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3831130523&quot;" target="_blank" rel="attachment wp-att-5525"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5525 aligncenter" alt="scahil0_" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2012/12/scahil0_1.jpg" width="192" height="298"></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: center;">~~~~~~~~~~~~~~~~~~~</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_1_5513" class="footnote">Ich spreche von den 1960er-Jahren. Falls dem heute nicht mehr so ist, hinterlassen Sie gern einen Kommentar…</li></ol>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Geschichten direkt aus der Quelle – Fiction Magazines</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SlangGuy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 06:13:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[Selbstverständlich kann man von den meisten Autoren Anthologien ihrer Kurzgeschichten im Laden erstehen. Aber bei den heutigen Möglichkeiten, an die Quellen zu kommen, ist mir das mittlerweile zu langweilig. Das Web bietet dem Geduldigen längst die Möglichkeit, nach den Originalen dieser Geschichten zu stöbern, in eben den Magazinen, in denen sie zunächst erschienen sind. Derer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5><a href="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2010/09/Conan-Doyle-01.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2671" title="Conan Doyle 01" alt src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2010/09/Conan-Doyle-01-205x300.jpg" width="205" height="300" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2010/09/Conan-Doyle-01-205x300.jpg 205w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2010/09/Conan-Doyle-01-700x1024.jpg 700w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2010/09/Conan-Doyle-01.jpg 752w" sizes="(max-width: 205px) 100vw, 205px"></a>Selbstverständlich kann man von den meisten Autoren Anthologien ihrer Kurzgeschichten im Laden erstehen. Aber bei den heutigen Möglichkeiten, an die Quellen zu kommen, ist mir das mittlerweile zu langweilig. Das Web bietet dem Geduldigen längst die Möglichkeit, nach den Originalen dieser Geschichten zu stöbern, in eben den Magazinen, in denen sie zunächst erschienen sind. Derer gab es wenn schon nicht ungezählte, so doch eine ganze Menge. Eine Hilfe beim Stöbern für den britischen Raum bietet dabei der <a href="http://www.philsp.com/homeville/fmi/blindex.htm" target="_blank"><strong>INDEX TO BRITISH POPULAR FICTION MAGAZINES</strong></a>, <strong>1880–1950</strong> von Mike Ashley und William G. Contento. Und wer sich das Suchen der Originale alter Geschichten nicht gleich zur Lebensaufgabe machen möchte, muss auch nicht die sechsbändige Ausgabe oder die CD-ROM des Index erstehen. Für einen ersten Einblick genügt das Stöbern auf der Website des Index.</h5>
<p>Nehmen wir zum Beispiel <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Arthur_Conan_Doyle" target="_blank"><strong>Sir Arthur Conan Doyle</strong></a>, den Erfinder des <strong>Sherlock Holmes</strong>, dessen <a href="https://slangtimes.com/2010-07-07/sir-arthur-conan-doyle-%E2%80%93-zum-80-todestag/" target="_self">80. Todestag</a> sich dieses Jahr jährte. Man findet seinen Namen im <a href="http://www.philsp.com/homeville/fmi/s803.htm#A25978" target="_blank">Index der gelisteten Stories</a> auf der Site. Das sieht dann etwa so aus: <span id="more-2667"></span></p>
<blockquote><p><strong>DOYLE, [Sir] ARTHUR (Ignatius) CONAN (1859–1930) (chron.)</strong></p>
<p>* * The Adventure of a Noble Batchelor [Sherlock Holmes], (ss) The Strand Apr 1892<br>
o Best Stories of All Time Apr 1926<br>
* * The Adventure of the Beryl Coronet [Sherlock Holmes], (nv) The Strand May 1892<br>
o Tauchnitz Magazine Jun 1892<br>
* * The Adventure of the Blue Carbuncle [Sherlock Holmes], (ss) The Strand Jan 1892; collected in Doyle’s The Adventures of Sherlock Holmes, Newnes, 1892; Harper, 1892.<br>
o Ellery Queen’s Mystery Magazine Apr 1951<br>
* * The Adventure of the Bruce-Partington Plans [Sherlock Holmes], (nv) The Strand Dec 1908; also as “The Bruce-Partington Plans”.<br>
* * The Adventure of the Cardboard Box [Sherlock Holmes], (ss) The Strand Jan 1893<br>
o Tauchnitz Magazine Apr 1893</p>
<p>etc. etc.</p></blockquote>
<p>Um nur ein Beispiel zu nennen. Sie finden auf der Site solche Auflistungen von jedem Autor, von dem Sie je gehört haben. Gelistet wird aber nicht nur nach Autoren, sondern auch nach den Titeln der Kurzgeschichten, chronologisch und nach Serien. Und selbstverständlich sind ähnliche Indices in Arbeit. Und das nicht nur für alten Kram, sondern durchaus auch auf der Höhe der Zeit, wenn Sie mal in den Index für <a href="http://www.philsp.com/homeville/MSF/0start.htm" target="_blank"><strong>Mystery Short Fiction: 1990–2007</strong></a> gucken wollen. Selbst eine Liste mit auf Magazine spezialisierten Antiquariaten bekommen Sie hier. Aber wir wollen uns ja nur am Sonntagvormittag beim Kaffee verlustieren. Also bleiben wir beim alten Kram.</p>
<p>Und für den gilt: Hat man diese Informationen erst einmal, so findet sich oft auch die gewünschte Geschichte im Web. So etwa folgende Geschichte von Arthur Conan Doyle aus der 100. Nummer des <em><strong>Strand Magazine</strong></em>: »The Story of the Latin Tutor«. Die phantastischen Illustrationen sind es, die mich überhaupt erst auf den Gedanken gebracht haben, nach so etwas zu suchen.</p>
<p style="text-align: left;">Falls Sie die Geschichte lesen wollen, Sie finden sie auch in <strong>Conan Doyles</strong> Anthologie <a href="http://www.archive.org/stream/roundfirestorie00doylgoog#page/n4/mode/2up" target="_blank"><strong><em>Round the Fire </em></strong></a></p>
<p style="text-align: left;">[nggallery id=7]</p>
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