<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Jugendsprache - SlangGuy&#039;s Blog</title>
	<atom:link href="https://slangtimes.com/tag/jugendsprache/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://slangtimes.com</link>
	<description>Über Slang, Übersetzen &#38; die Sprache dazu</description>
	<lastBuildDate>Sat, 19 Feb 2022 13:44:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.5</generator>

<image>
	<url>https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2016/01/fav.png</url>
	<title>Jugendsprache - SlangGuy&#039;s Blog</title>
	<link>https://slangtimes.com</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Deutscher Slang à la 1892 (26)</title>
		<link>https://slangtimes.com/2019-07-14/deutscher-slang-a-la-1892-26/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[SlangGuy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jul 2019 13:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachkolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendsprache]]></category>
		<category><![CDATA[Slang]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Umgangsdeutsch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://slangtimes.com/?p=13120</guid>

					<description><![CDATA[Fortsetzung von hier. 50 rumkriegen — rumwursteln rumkriegen, v. tr., jem. überreden, durch Zureden zu etw. veranlassen.rummären, v. int., herumwühlen in etw. Rummel, m., 1. altes Gerät, Waarenreste, buntes Durcheinander; was kostet der ganze Rummel? 2. Red.: den Rummel kennen = alle Pfiffe und Kniffe bei einer Sache kennen; wissen, wie’s gemacht wird. rummimen, v. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Im Mosaik meiner  Bemühungen, ein Bild dessen zu vermitteln, was wir – heute und  historisch – als »Slang« bezeichnen, möchte ich hier eine der ersten  Sammlungen vorstellen, die – nach englischem Vorbild – unter diesem  Begriff für die deutsche Sprache zusammengetragen wurden. Die Einleitung  dieser Sammlung ist ebenso interessant wie aufschlussreich. Sie ist  außerdem einer der ersten Belege für die Anerkenntnis einer  gesamtdeutschen Umgangssprache, an die wir im Augenblick, dank des  Internets, in rasendem Tempo letzte Hand anzulegen scheinen. Ich  persönlich nehme das Folgende als erstes Kapitel meiner Mission, mehr  Umgangssprache aus allen deutschen Gegenden bei der Übersetzung aus  Fremdsprachen zu verwenden.</strong></p>



<p>Das Vorwort zu <strong>Arnold Genthes</strong>, <strong><em>Deutsches Slang</em></strong> habe ich bereits <a href="https://slangtimes.com/2010-09-03/%C2%BBdeutsches-slang%C2%AB-a-la-1892-%E2%80%93-eine-erste-einschlagige-sammlung/"><strong>hier </strong></a>vorgestellt.  Ich möchte im Laufe der nächsten Zeit die Sammlung selbst vorstellen.  Interessant dabei ist, dass Genthe 1892 kaum ein Wort bzw. eine Wendung  bringt, die wir nicht auch heute noch als solides Umgangsdeutsch  bezeichnen würden. Um der Sammlung etwas mehr Gewicht zu geben, werde  ich den einen oder anderen Eintrag durch einen Blick in andere  Wörterbücher oder ins Internet ausführen bzw. kommentieren. Das kann durchaus dauern, ließe sich allerdings  beschleunigen, wenn die Leser hier Interesse an den einschlägigen Seiten haben… </p>



<p class="has-text-align-left">Fortsetzung von <a href="https://slangtimes.com/2019-07-07/deutscher-slang-a-la-1892-25/" data-type="URL" data-id="https://slangtimes.com/2019-07-07/deutscher-slang-a-la-1892-25/">hier. </a></p>



<p class="has-text-align-right"><strong>50 rumkriegen — rumwursteln </strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-25.jpg" alt class="wp-image-12034" width="224" height="223" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-25.jpg 448w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-25-150x150.jpg 150w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-25-300x300.jpg 300w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-25-144x144.jpg 144w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-25-370x368.jpg 370w" sizes="(max-width: 224px) 100vw, 224px"></figure></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p><strong>rumkriegen</strong>, v.  tr., jem. überreden, durch Zureden zu etw. veranlassen.<br><strong>rummären</strong>, v. int., herumwühlen in etw. <br><strong>Rummel</strong>, m., 1. altes Gerät, Waarenreste, buntes Durcheinander; was kostet der ganze Rummel? 2. Red.: den Rummel kennen = alle Pfiffe und Kniffe bei einer Sache kennen; wissen, wie’s gemacht wird. <br><strong>rummimen</strong>, v. int., herumgehen, sich aufhalten, sich zu schaffen machen etc. <br><strong>Rumpelkammer</strong>, f., Kammer für altes Geräte. <br><strong>Rumpelkasten</strong>,  m., alter Wagen ohne Federn.<br><strong>rumpeln</strong>, v. int., bezeichnet den dumpf dröhnenden Ton, den ein über unebenes Terrain fahrender Wagen macht.<br><strong>rumpetern, rumpüttchern</strong>, v. int., an etw., ohne Erfolg sich an einer Sache zu schaffen machen, z.B. an einem Schlosse (das schwierig zu offnen ist) rumpetern. <br><strong>rumrabasteln</strong>, v. int., lärmend herumwirtschaften. <br><strong>rumrasannen</strong>, v. int., lärmend hantieren und dabei hin und her laufen.<br><strong>rnmschnüffeln</strong>, v. int., die Nase überall haben, herumspionieren.<br><strong>rumstumpfen</strong>, v. int., langweilige Sachen unternehmen, in gelangweilter Stimmung zwecklose Sachen anfangen.<br><strong>rumstrolchen</strong>, v. int., herumschweifen, umherwandern. <br><strong>rumsumpfen</strong>, v. int., unsolide leben, herumkneipen er.  (s. sumpfen).<br><strong>rumtollen</strong>, v. int., ausgelassen hin- und her laufen.<br><strong>rumwimmeln</strong>, v. int., sich herumtreiben, umherwandern. <br><strong>rumwursteln</strong>, v. int. 1. geschäftig hin und her eilen; 2. <strong>an etw. rumwursteln</strong>, sich ohne Erfolg an etwas zu schaffen machen.</p>
</div></div>



<p><strong>rumwurzeln — Sammelsurium 51 </strong></p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p><strong>rumwurzeln</strong>, v. int., lärmend hantieren und dabei hin und her laufen.<br><strong>rungenieren</strong>, v. tr., (ruinieren) zerstören, verderben, entzwei machen. <br><strong>runterlangen</strong>, v. tr., Red.: jem. eine runterlangen = jem. eine Ohrfeige geben.<br><strong>runterleiern</strong>, v. tr. , eintönig etw. vortragen Gedicht, Musikstück).<br><strong>runtermachen</strong>, v. tr. , jem. tadeln, schelten, nichts gutes an ihm lassen.<br><strong>Rüpel</strong>, m., ungeschliffener Mensch, Adj. <strong>rüpelhaft</strong>. <br><strong>rupfen</strong>, v. it., jem. ausplünderm ausnutzen, ihm ordentlich Geld abnehmen, ihn gehörig bezahlen lassen.<br><strong>ruppig</strong>, a., schäbig, sowohl vom Aeußeren, wie von der Gesinnung; <strong>Ruppsack</strong>, m., ruppiger, schäbiger Mensch.<br><strong>Rutschpartie</strong>, f., Fahrt einen Abhang abwärts.</p>



<p><strong>*</strong></p>



<p><strong>sabbern</strong>, v. int., (auch sabbeln) den Speichel aus den, Munde fließen lassen (bei Kindern), s. <strong>besabbern,</strong> v. refl.; </p>



<p><strong>Sabbelfritz</strong>, m., etc. <br><strong>säbeln</strong>, v. int., hastig, ungeschickt schneiden (s. abfäbeln, v. tr.).<br><strong>Sobul</strong>, m., Säbel.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-7.jpg" alt class="wp-image-12032" width="200" height="200" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-7-150x150.jpg 150w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-7-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px"></figure></div>



<p><strong>sachteken</strong>,  adv., sachte, leise.<br><strong>sackgrob</strong>, a., sehr grob.<br><strong>Sackstrippe</strong>, f., zur Verstärkung gebraucht, z. B.: <strong>bezecht wie eine (’ne) Sackstrippe</strong> (derb); <strong>grob wie eine Sackstrippe</strong>. <br><strong>saftig</strong>, a., 1. derb, kräftig; z. V.: eine saftige Ohrfeige; eine saftige Rede, d.i. in energischen Worten abgefaßt; 2. obszön, pikant: eine saftige Anekdote. <br><strong>Salat</strong>, m., Red.: <strong>da haben wir den Salat!</strong> = <strong>da haben wir die Bescheerung!</strong> (s. d.)<br><strong>Sammelsurium</strong>, n., Sammlung von allerhand geringfügigen, unnützen Dingen.</p>
</div></div>



<p>Fortsetzung <a href="https://slangtimes.com/2020-01-04/deutscher-slang-a-la-1892-27/" data-type="URL" data-id="https://slangtimes.com/2020-01-04/deutscher-slang-a-la-1892-27/">hier</a>. </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>What in the name of arse?</title>
		<link>https://slangtimes.com/2015-07-14/what-in-the-name-of-arse/</link>
					<comments>https://slangtimes.com/2015-07-14/what-in-the-name-of-arse/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[SlangGuy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2015 11:25:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Slangtimes-Forum]]></category>
		<category><![CDATA[British Slang]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendsprache]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachforschung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://slangtimes.com/?p=8728</guid>

					<description><![CDATA[Aus dem alten Louise Rennison-Thread des Slangtimes-Forums: Hi Chumly-wummlies! Will gar nichts sagen. Aber da bin ich wieder. So schön wie bei euch wirds wahrscheinlich jetzt nicht aussehen. Aber ich versuchs. Überschneidet sich jetzt ein bsisschen weil ich noch andere Fragen hab. 132: as the band were tuning up warum ist da hier Plural?? The [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: center;">Aus dem alten Louise Rennison-Thread des Slangtimes-Forums:</h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Hi Chumly-wummlies!</strong><br>
Will gar nichts sagen. Aber da bin ich wieder. So schön wie bei euch wirds wahrscheinlich jetzt nicht aussehen.<br>
Aber ich versuchs.<br>
Überschneidet sich jetzt ein bsisschen weil ich noch andere Fragen hab.</p>
<p style="text-align: center;">132: <strong>as the band were tuning up</strong> warum ist da hier Plural?? The band?<br>
132: <strong>messing about</strong><br>
133; <strong>for all I care</strong> wüsst ich auch gerne<br>
133: <strong>Thank you, Baby Jesus!</strong> Immer wieder witzig!<br>
135: <strong>at mine</strong><br>
135: <strong>octopussed off</strong> gehört eigentlich zu unserer Liste, wie man weggeht und so, oder?<br>
Ist das nicht krass dass sie mit Wet Lindsay als Romeo spielen muss!!! LOL!!!</p>
<p style="text-align: center;">136: wie ist das nun mit <strong>smooching und snogging.</strong> ich meine den Unterschied?<br>
137: <strong>at the footie:</strong> beim Fußball ja?<br>
138: <strong>what in the name of arse?</strong> ist das wie was zum Teufel oder so?<br>
139: <strong>titchy</strong> war winzig oder?<br>
138: <strong>hidey hole</strong><br>
Dear Gott in Himmel. LOL!!!<br>
140: <strong>go on then</strong> irgendwie komisch<br>
141: <strong>slimed up the stairs</strong> ist ja fast wie bei uns!<br>
141: <strong>wickle lindsay</strong><br>
141: <strong>communal throw-up</strong></p>
<p style="text-align: center;">damit wär ich wieder dabei. über Weihnachten sicher Gelegenheit zum Lesen.<br>
S’laters!<br>
Keira</p>
<p>~~~</p>
<table style="height: 160px; width: 570px;" border="0" align="center">
<caption>&nbsp;</caption>
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;"><a title="AmSlan" href="http://www.amazon.de/gp/product/3833010681?ie=UTF8&amp;tag=slang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3833010681" target="_blank"><img decoding="async" class="size-full wp-image-6726 alignright" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/04/amslang_120.jpg" alt="amslang_120" width="120" height="155"></a></td>
<td style="text-align: center;"></td>
<td style="text-align: center;"><a title="HipHopoSlang" href="http://www.amazon.de/gp/product/3831130523?ie=UTF8&amp;tag=slang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3831130523%22" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-6772" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/04/EXPLICIT.jpg" alt="EXPLICIT" width="120" height="156"></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Einen Jahrzehnte alten [Fehler] habe ich neulich selbst entdeckt, als ich mich in Bernhard Schmids unentbehrlichem ›American Slang‹-Wörterbuch … unter <em><strong>shit</strong></em> festgelesen hatte.<br>
<b>Harry Rowohlt</b>, <b>Die Zeit</b> (17. Juni 2010)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: center;">~~~</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Hi Keira!</strong><br>
Hauptsache, du bist wieder da!</p>
<p style="text-align: center;">132: as the band were tuning up “the band” sind mehrere; da nimmt der elegantere Engländer gern den Plural;<br>
auch bei anderen wie “The police were baffled by the body, …”<br>
132: <strong>messing about:</strong> die Band macht an ihrem Eqipment rum<br>
133; <strong>for all I care :</strong> von mir aus kann die…; meinetwegen ist die…; ist mir egal; ist mir egal, ob die nun dies oder das ist, …<br>
135: at mine : at my place : also bei ihr zuhause<br>
135: octopussed off gehört in die Liste, ja<br>
136: smooching / snogging: nun knutschen und küssen eben…<br>
137: at the footie: beim Fussi, genau<br>
138: what in the name of arse? was zum Teufel, geht natürlich<br>
139: titchy winzig<br>
138: hidey hole: Versteck<br>
140: <strong>go on then</strong> dann mach mal / mach doch, na, dann mach<br>
141: wickle lindsay : kindlich für “little Lindsay” – sie macht Wet Lindsay nach – oder so wie sie sich Wet Lindsay mit Robbie vorstellt<br>
141: communal throw-up : zum gemeinsamen Erbrechen … weil sie die beiden gar so eklig findet</p>
<p style="text-align: center;">Guten Rutsch!<br>
Cheers!<br>
Slang Guy</p>
<p style="text-align: center;">~~~</p>
<h4 style="text-align: center;">Hin &amp; wieder trudelt hier ein E‑Mail ein, das nach dem alten Slangtimes-Forum fragt…</h4>
<h5 style="text-align: center;">Nun, das hat mir leider ein Spammer zerstört und ich hatte einfach nie den Nerv, mir all die Arbeit noch mal zu machen. Ein paar Brocken sind aber noch erhalten, also schmeiß ich die hier mal in Postings. WordPress hat mittlerweile auch ganz brauchbare Foren, wenn also genügend Leute interessiert sind, könnte ich mich da mal umschauen. Für die, die das Slangtimes-Forum nicht kannten. Es konnte dort jeder Fragen zur englischen, amerikanischen etc. Umgangssprache stellen. Vor allem meine kleine Gemeinde von Louise Rennison-Lesern war mir recht ans Herz gewachsen, weil die Mädels wirklich die dicken Bretter gebohrt haben. Also denn, hier und da ein Brocken…<br>
Vielleicht kann ich sogar mal hier und da was neu formatieren, um es lesbarer zu machen…<br>
Wie auch immer, Enjoy!</h5>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://slangtimes.com/2015-07-14/what-in-the-name-of-arse/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deutscher Slang à la 1892 (9)</title>
		<link>https://slangtimes.com/2013-11-22/deutscher-slang-a-la-1892-9/</link>
					<comments>https://slangtimes.com/2013-11-22/deutscher-slang-a-la-1892-9/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[SlangGuy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2013 09:20:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachkolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendsprache]]></category>
		<category><![CDATA[Slang]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wörter]]></category>
		<category><![CDATA[Wörterbücher]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://slangtimes.com/?p=7483</guid>

					<description><![CDATA[Im Mosaik meiner Bemühungen, ein Bild dessen zu vermitteln, was wir – heute und historisch – als »Slang« bezeichnen, möchte ich hier eine der ersten Sammlungen vorstellen, die – nach englischem Vorbild – unter diesem Begriff für die deutsche Sprache zusammengetragen wurden. Die Einleitung dieser Sammlung ist ebenso interessant wie aufschlussreich. Sie ist außerdem einer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;">Im Mosaik meiner Bemühungen, ein Bild dessen zu vermitteln, was wir – heute und historisch – als »Slang« bezeichnen, möchte ich hier eine der ersten Sammlungen vorstellen, die – nach englischem Vorbild – unter diesem Begriff für die deutsche Sprache zusammengetragen wurden. Die Einleitung dieser Sammlung ist ebenso interessant wie aufschlussreich. Sie ist außerdem einer der ersten Belege für die Anerkenntnis einer gesamtdeutschen Umgangssprache, an die wir im Augenblick, dank des Internets, in rasendem Tempo letzte Hand anzulegen scheinen. Ich persönlich nehme das Folgende als erstes Kapitel meiner Mission, mehr Umgangssprache aus allen deutschen Gegenden bei der Übersetzung aus Fremdsprachen zu verwenden.</span></h5>
<p><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;">Das Vorwort zu <strong>Arnold Genthes</strong>, <strong><em>Deutsches Slang</em></strong> habe ich bereits <a href="https://slangtimes.com/2010-09-03/%C2%BBdeutsches-slang%C2%AB-a-la-1892-%E2%80%93-eine-erste-einschlagige-sammlung/"><strong>hier </strong></a>vorgestellt. Ich möchte im Laufe der nächsten Zeit die Sammlung selbst vorstellen. Interessant dabei ist, dass Genthe 1892 kaum ein Wort bzw. eine Wendung bringt, die wir nicht auch heute noch als solides Umgangsdeutsch bezeichnen würden. Um der Sammlung etwas mehr Gewicht zu geben, werde ich den einen oder anderen Eintrag durch einen Blick in andere Wörterbücher oder ins Internet ausführen bzw. kommentieren. Das kann durchaus dauern, schließlich muß ich das in Fraktur gehaltene Bändchen abtippen, lässt sich allerdings beschleunigen, wenn die einschlägigen Seiten öfter aufgerufen werden…</span><span id="more-7483"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;"><strong>Arnold Genthe,<em> Deutsches Slang</em></strong></span></h4>
<h5 style="text-align: center;"><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;">Eine Sammlung familiärer Ausdrücke und Redensarten</span><br>
<span style="font-family: trebuchet ms,geneva;"> Straßburg: Verlag von Karl J. Trübner, 1892.</span></h5>
<h4 style="text-align: center;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;">***</span></h4>
<p><b>flöten gehen</b>, v. int., verloren gehen.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>flunkern</b>, v. int., unwahre Sachen reden, vorspiegeln (siehe <b>vorflunkern</b>).</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Flunsch</b>, m., Schmollmund; Red.: einen Flunsch ziehen, machen.</p>
<p align="JUSTIFY">Der <strong>Flunsch</strong> ist natürlich eine so schöne wie, ja noch viel ältere Geschichte. Der Grimm dazu:</p>
<blockquote>
<p align="JUSTIFY"><strong><span class="dwblemmarectebase">fluns</span><span class="dwbformrectebase">, </span><span class="dwbvarianterectebase">flunsch</span><span class="dwbformrectebase">, </span><span class="dwbvarianterectebase">fluntsch</span><span class="dwbformrectebase">, </span></strong><span class="dwbgramitalicsbase">m.</span> <span class="dwbsenseitalicsbase"><em>os distortum</em>, ein verzogenes, schmollendes maul, s.</span><span class="dwbsenserectebase"> flinsen </span><span class="dwbsenseitalicsbase">und</span><span class="dwbquotelinerectebase"> flans:<br>
und wie der tuifel sinen flouns</span><br>
<span class="dwbquotelinerectebase">haut uf getoun und sinen giel.</span> <span class="dwbtitleitalicsbase">Fritz von Zolre</span> <span class="dwbrefrectebase">188</span><span class="dwbsenseitalicsbase">;<br>
gereimt auf</span><span class="dwbsenserectebase"> gouns = gans; er schnitt seinen häszlichsten fluntsch. </span><span class="dwbauthorprosecapsbase">Holtei</span> <span class="dwbtitleitalicsbase">Lammfell</span> <span class="dwbrefrectebase">3, 49</span><span class="dwbsenserectebase">. </span><span class="dwbauthorprosecapsbase">Weinhold</span> <span class="dwbtitleitalicsbase">schles. wb.</span> <span class="dwbrefrectebase">22</span><span class="dwbrefrectesuper">b</span><span class="dwbsenserectebase">. </span><span class="dwbauthorprosecapsbase">Schm.</span> <span class="dwbrefrectebase">1, 590</span> <span class="dwbsenseitalicsbase">hat</span><span class="dwbsenserectebase"> flensche </span><span class="dwbsenseitalicsbase">f. in gleichem sinn. thür. obersächs.</span><strong><span class="dwbsenserectebase"> flunsch </span><span class="dwbsenseitalicsbase">für</span></strong><span class="dwbsenserectebase"><strong> flansch</strong>.<sup><a href="https://slangtimes.com/2013-11-22/deutscher-slang-a-la-1892-9/#footnote_1_7483" id="identifier_1_7483" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm">1</a></sup> </span></p>
</blockquote>
<p align="JUSTIFY">Die Verwandtschaft mit dem <a title="Flansch" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flansch_%28Maschinenbau%29" target="_blank"><strong>Flansch </strong></a>war mir neu, ist aber nur logisch. Verloren gegangen ist aber offensichtlich das Verb zum <strong>Flunsch</strong>:</p>
<blockquote>
<p align="JUSTIFY"><strong><span class="dwblemmarectebase">flunschen</span><span class="dwbformrectebase">, </span><span class="dwbvarianterectebase">fluntschen</span><span class="dwbformrectebase">, </span></strong><span class="dwbsenseitalicsbase">os distorquere:</span><span class="dwbsenserectebase"> ich dachte bei mir, fluntsche du nur. </span><span class="dwbauthorprosecapsbase">Holtei</span> <span class="dwbtitleitalicsbase">Lammfell</span> <span class="dwbrefrectebase">3, 49</span><span class="dwbsenserectebase">. </span><span class="dwbsenseitalicsbase">bei</span> <span class="dwbauthorprosecapsbase">Weinhold</span> <span class="dwbrefrectebase">23</span><span class="dwbrefrectesuper">a</span><span class="dwbsenserectebase"> fluschen, flutschen, </span><span class="dwbsenseitalicsbase">bair.</span><span class="dwbsenserectebase"> flenschen, flendschen. </span><span class="dwbsenseitalicsbase">im Welzabend</span><span class="dwbsenserectebase"> 1658 B 3</span><span class="dwbsenserectesuper">b</span><span class="dwbsenserectebase"> fluntzschen, </span><span class="dwbsenseitalicsbase"><strong>fletschen</strong>:</span><span class="dwbquotelinerectebase"> hier musz das alte lied herfür:<br>
<em>darnach so gieng das tanzen an,</em></span><br>
<em> <span class="dwbquotelinerectebase">da sahen wir schöne, weisze behn,</span></em><br>
<em> <span class="dwbquotelinerectebase">wenn die kittel in die höhe sprungen,</span></em><br>
<span class="dwbsenserectebase"><em>so fluntschten wir die zähn.</em><br>
ich dachte, man müste die zähne fluntschen und sehn wie eine katze, wenns wetterleuchtet oder ein steineulchen, wenns eine seltzame pastete sihet.<sup><a href="https://slangtimes.com/2013-11-22/deutscher-slang-a-la-1892-9/#footnote_1_7483" id="identifier_2_7483" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm">1</a></sup></span></p>
</blockquote>
<p align="JUSTIFY">Dass das wiederum mit <strong>fletschen</strong> – wie in »<strong>die Zähne fletschen</strong>« verwandt ist…<strong> Müllers </strong><em>Rheinisches Wörterbuch </em>weiß dazu noch Folgendes:</p>
<blockquote>
<p align="JUSTIFY"><strong><span class="rhwbleitwortboldbase">flunsch</span></strong> <span class="rhwbrsrectebase">Mörs-Binsh</span><span class="rhwbkopfinfosrectebase"> Adj.: </span> <span class="rhwbsenserectebase">tückisch, falsch, vom Augenausdruck des Hundes.<br>
</span><strong><span class="rhwbleitwortboldbase">Flunsche</span></strong> <span class="rhwbrsrectebase">Birkf</span><span class="rhwbkopfinfosrectebase">, </span><span class="rhwbrsrectebase">Simm</span><span class="rhwbkopfinfosrectebase">; </span><span class="rhwbkopfinfositalicsbase">-ū-</span> <span class="rhwbrsrectebase">Saarl</span><span class="rhwbkopfinfosrectebase">; </span><span class="rhwbkopfinfositalicsbase">-o-</span> <span class="rhwbrsrectebase">Siegld</span><span class="rhwbkopfinfosrectebase">; Pl. </span><span class="rhwbkopfinfositalicsbase">-tə</span><span class="rhwbkopfinfosrectebase"> f.: </span> <span class="rhwbsenserectebase">dicker, aufgeworfener Mund, bes. wenn jmd. schmollt; </span><span class="rhwbsenseitalicsbase">en decke Fl. mache.</span><span class="rhwbsenserectebase"> S. Flänsche.</span></p>
<p align="JUSTIFY"><strong><span class="rhwbleitwortboldbase">flunschen</span></strong> <span class="rhwbkopfinfositalicsbase">-u-</span><span class="rhwbkopfinfosrectebase"> schw.: </span><br>
<span class="rhwbsensemark2rectebase">1. </span><span class="rhwbsenserectebase">einen fl., <strong>kräftig prügeln </strong></span><span class="rhwbrsrectebase">MGladb-Geistenbeck</span> <span class="rhwbrsrectebase">Korschenbr</span><span class="rhwbsenserectebase">. — </span><br>
<span class="rhwbsensemark2rectebase">2. </span><span class="rhwbsenserectebase">kräftig qualmend Tabak rauchen </span><span class="rhwbrsrectebase">Trier-Heidenbg</span><span class="rhwbsenserectebase">. — Abl.: </span><span class="rhwbsenseitalicsbase">die Flunscherei, dat Geflunsch.<sup><a href="https://slangtimes.com/2013-11-22/deutscher-slang-a-la-1892-9/#footnote_2_7483" id="identifier_3_7483" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="RhWB = Rheinisches Wörterbuch. Bearb. und hrsg. von Josef Müller, ab Bd. VII von Karl Meisen, Heinrich Dittmaier und Matthias Zender. 9 Bde. Bonn und Berlin 1928-1971.">2</a></sup></span></p>
</blockquote>
<p align="JUSTIFY"><b>flutschen</b>, v. int., an die Hand gehen, schaffen, flecken. Red.: das flutscht besser = hat bessere Wirkung.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>forsch</b>, a., stark; Subst. <strong>Forsche</strong>, f.; z.B.: das ist seine Forsche = das ist sein Fach, da ist er stark drin.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Vorsch</strong> als »Nachforschung« kennt u.a. das <a title="Vorsch" href="http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&amp;term=forsche" target="_blank"><em><strong>Deutsche Rechtswörterbuch </strong></em></a></p>
<blockquote>
<p align="JUSTIFY">so sein wir beweiset mit der vorsche, die wir … gehabt haben<br>
1332 Gemeiner,RegensbChr. I 560<br>
veriehen offenlichen an diesem brief, daz fur uns kom mit vorsch und mit vrag<br>
1333 Böhmer-Ficker 510<br>
Faksimile — digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)<br>
wizz seins rechten lehenherren nicht, … dem sol man vorsch geben auf daz naechst taedinch<br>
BairLR.(Schlosser/Schwab) Art. 214<br>
Textarchiv: BairLR.(Schlosser/Schwab) [16. Titel]<br>
sol denn die trinkstuben koffen mit zwain guldin ane vorsch der gesellen<br>
1430 Keller,PatriziatLindau 447</p>
</blockquote>
<p align="JUSTIFY"><strong>Forsche</strong> für<strong> »Nachforschung«</strong> hätte definitiv heute noch Slang‑, d.h. die Qualitäten modischer Umgangssprache.</p>
<blockquote>
<p align="JUSTIFY"><strong><span class="dwblemmarectebase">forsche</span></strong><span class="dwbformrectebase">, </span><span class="dwbgramitalicsbase">f.</span> <span class="dwbsenseitalicsbase">quaestio, inquisitio, ahd.</span><span class="dwbsenserectebase"> forsca: daʒ ist in forsco, </span><span class="dwbsenseitalicsbase">in quaestione, das ist in frage.</span><span class="dwbsenserectebase"> N. </span><span class="dwbtitleitalicsbase">ps. </span><span class="dwbrefrectebase">77, 49</span><span class="dwbsenserectebase">; </span><span class="dwbquotelinerectebase">mhd.</span></p>
<p>nu gehôrtent ir nie<br>
<span class="dwbquotelinerectebase">sô manege vorsche sô dâ wart.</span> <span class="dwbtitleitalicsbase">Lanz.</span> <span class="dwbrefrectebase">3427</span><span class="dwbquotelinerectebase">;<br>
daʒ si dâ langer beliben,</span><br>
<span class="dwbquotelinerectebase">ir vorsche und ir vrâge triben.</span> <span class="dwbtitleitalicsbase">Trist.</span> <span class="dwbrefrectebase">244, 22</span><span class="dwbquotelinerectebase">;<br>
und kômen nâch vorsche dar.</span> <span class="dwbtitleitalicsbase">Flore</span> <span class="dwbrefrectebase">409</span><span class="dwbquotelinerectebase">;<br>
ir hetent doch versprochen</span><br>
<span class="dwbquotelinerectebase">vorsch und frâge wider mich.</span> <span class="dwbtitleitalicsbase">schwanritter</span> <span class="dwbdaterectebase">1173</span><span class="dwbsenseitalicsbase">.</span></p>
<p>nhd.<span class="dwbsenserectebase"><strong> mit vleisziger forsch erfarn und verhörn</strong>. </span><span class="dwbsenseitalicsbase">MB.</span><span class="dwbsenserectebase"> 23, 227 </span><span class="dwbsenseitalicsbase">a.</span><span class="dwbsenserectebase"> 1378; vorsche oder erfarung, </span><span class="dwbsenseitalicsbase">scrutinium. voc.</span><span class="dwbsenserectebase"> 1482 mm 2</span><span class="dwbsenserectesuper">a</span><span class="dwbsenserectebase">; acht und forsch auf etwas haben; niemands ist aber wol mit irer forsche, denn niemands helfen sie. </span><span class="dwbauthorprosecapsbase">Paracelsus</span> <span class="dwbrefrectebase">1, 371</span><span class="dwbrefrectesuper">a</span><span class="dwbsenserectebase">. </span><span class="dwbsenseitalicsbase">s.</span> <a href="http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&amp;mode=Vernetzung&amp;hitlist=&amp;patternlist=&amp;bookref=13,54,29"><span class="linksigle">DWB</span> <span class="dwbrefrectebase">nachforsche</span></a><span class="dwbsenserectebase">. </span><span class="dwbsenseitalicsbase">heute aber weichen</span><span class="dwbsenserectebase"> forsche </span><span class="dwbsenseitalicsbase">und</span><span class="dwbsenserectebase"> nachforsche </span><span class="dwbsenseitalicsbase">dem</span><span class="dwbsenserectebase"> forschung, nachforschung. </span></p></blockquote>
<p align="JUSTIFY"><b>französisch</b>, a., Red.: sich auf Französisch verabschieden = sich ohne Abschied, heimlich aus einer Gesellschaft entfernen.</p>
<p align="JUSTIFY">Langenscheidts <em>Handwörterbuch Französisch-Deutsch</em> hat dazu die Varianten “sich (auf) französisch verabschieden” und “französisch Abschied nehmen”. Die Franzosen selbst verbinden diese Art von <em>Verduften</em> witzigerweise mit den Engländern:</p>
<blockquote>
<p align="JUSTIFY"><strong>filer à l’anglaise</strong> : Fuir discrètement.<br>
Origine: L’expression proviendrait de l’ancien verbe “anglaiser”, pour “voler”. Par la suite, on aurait utilisé “filer à l’anglaise” pour désigner la façon discrète dont part un voleur qui vient de faire son coup. Par analogie, on a aussi vu apparaître l’expression “partir comme un voleur”.<sup><a href="https://slangtimes.com/2013-11-22/deutscher-slang-a-la-1892-9/#footnote_3_7483" id="identifier_4_7483" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="http://www.linternaute.com/expression/langue-francaise/72/filer-a-l-anglaise/">3</a></sup></p>
</blockquote>
<p align="JUSTIFY">Interessant ist hier, falls Sie von Ihrem Schulfranzösisch noch mehr vergessen haben sollten als ich, <strong><em>anglaiser</em></strong> für <em><strong>klauen, klemmen, filzen, mitgehen lassen!</strong></em> Wie auch immer, die Engländer denken beim <strong><em>Verduften</em></strong> an die Franzosen:</p>
<blockquote>
<p align="JUSTIFY"><strong>French leave</strong> n. take French leave (without giving notice) sich auf Französisch empfehlen od. verabschieden (ugs.); (without permission) sich heimlich davonstehlen<sup><a href="https://slangtimes.com/2013-11-22/deutscher-slang-a-la-1892-9/#footnote_4_7483" id="identifier_5_7483" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Duden-Oxford - Großwörterbuch Englisch. 2. Aufl. Mannheim 1999. [CD-ROM]">4</a></sup>.</p>
</blockquote>
<p align="JUSTIFY">Der Brockhaus sagt das treffend so:</p>
<blockquote>
<p align="JUSTIFY"><strong>sich französisch (auch: auf Französisch) empfehlen (oder: verabschieden)</strong> :&nbsp; Die umgangssprachliche Wendung bedeutet, sich heimlich aus einer Gesellschaft zurückziehen, ohne sich zu verabschieden: Einige Gäste hatten sich bereits französisch empfohlen. Die Unhöflichkeit des heimlichen Weggangs schiebt man den Fremden zu oder redet man den Nachbarvölkern nach, wie im Französischen den Engländern: filer à l’anglaise, und im Englischen den Franzosen: take a French leave.&nbsp;<sup><a href="https://slangtimes.com/2013-11-22/deutscher-slang-a-la-1892-9/#footnote_5_7483" id="identifier_6_7483" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="© 2002 Bibliographisches Institut &amp; F.&nbsp;A. Brockhaus AG">5</a></sup></p>
</blockquote>
<p align="JUSTIFY"><b>Fratz</b>, m., Gesicht (nur von hübschen, niedlichen Gesichtern).<a href="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2014/09/P1260220_b.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-7458" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2014/09/P1260220_b-300x267.jpg" alt="P1260220_b" width="300" height="267" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2014/09/P1260220_b-300x267.jpg 300w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2014/09/P1260220_b.jpg 500w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px"></a></p>
<p align="JUSTIFY"><b>Fraß</b>, m., Essen: ein gutes Diner ist ein “feiner Fraß”.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>frech</b>, a., Red.: frech wie Oskar = ohne weitere Umschweife, ohne Zögern.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Fressalien</b>, pl., Esswaaren.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Fressage</b>, f., Gesicht.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Freßsack</b>, m., Mensch, der viel ißt.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Frosch</b>, m., Red.: einen Frosch haben = nicht ganz bei Verstand sein; sei doch kein Frosch? sei doch nicht dumm, sträub’ Dich nicht.</p>
<h4><a href="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2010/09/SlaCov.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-2435" title="SlaCov" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2010/09/SlaCov.jpg" alt width="160" height="237"></a></h4>
<p align="JUSTIFY"><b>fuchsen</b>, v. refl., sich ärgern.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>fuchswild</b>, a., sehr ärgerlich; aufgebracht, zornig, erbost; verstärkt: <b>fuchsteufelswild</b>.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>fuchtig</b>, a., zornig, unwillig.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>fummeln</b>, v. int., an etwas herum fummeln = unsicher an etwas herumtasten (s. <b>befummeln</b>).</p>
<p align="JUSTIFY"><b>fünsch</b>, a., ärgerlich, zornig.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Funzel</b>, f., schlechte, alte Lampe, die trübe brennt.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>furchtbar</b>, adv., sehr häufig für: sehr, überaus; überhaupt um einen hohen Grad zu bezeichnen: sich furchtbar freuen; ein furchtbar netter Mensch; es war furchtbar voll etc.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Fusel</b>, m., kleines staubähnliches Fädchen, Härchen, wie sie sich oft an die Kleider an setzen.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>futsch, futschicato</b>, a., weg, verschwunden; mein Stock ist futsch.</p>
<p align="JUSTIFY">*</p>
<p align="JUSTIFY"><b>garnicht</b>, adv., gar nichts.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>geaicht</b>, part., Red.: geaicht auf etwas sein = etwas gut verstehen, können.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Gebimmel</b>, n., Geläute, Geklingel.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>gediegen</b>, a., merkwürdig, komisch, originell.</p>
<p align="JUSTIFY"><b><a href="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/libr1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-6163" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/libr1-291x300.jpg" alt="libr1" width="291" height="300" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/libr1-291x300.jpg 291w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/libr1.jpg 400w" sizes="(max-width: 291px) 100vw, 291px"></a>Gedudel</b>, n., schlechte, stümperhafte Musik auf einem Blasinstrument.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>gegen</b>, Red.: gegen jm. sich verloben, scherzhaft für mit jem. sich verloben.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Gegenseitigkeit</b>, f., Red. : das beruht auf Gegenseitigkeit.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Gegröhle</b>, n., Geschrei, lautes Singen.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>gehen</b>, v. int., an etw., etwas brauchen, sich mit etwas zu schaffen machen: Geh’ nicht an meine Papiere.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Geizhammel</b>, m., Geizhals.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Gejuchze</b>, n., Jauchzen, Gejauchze.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>geknickt</b>, part., niedergeschlagen, missgestimmt. (s. knicken und Stengel).</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Gekliere</b>, n., schlechte Schrift, schlecht Geschriebenes; z.B.: dies Gekliere kann ja kein Mensch lesen. (s. klieren).</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Geklimper</b>, n., stümperhaften Spiel (bes. auf dem Klavier).</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Geklöhne</b>, n., müßiges Geschwätz. (s. klöhnen).</p>
<p align="JUSTIFY"><b>gelackmeiert</b>, part., angeführt, betrogen : ich war der Gelackmeierte = ich hatte das Nachsehen.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>geladen</b>, part., Red.: ordentlich geladen haben = betrunken sein.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>gelungen</b>, a, merkwürdig, komisch, sonderbar, originell; z. B.: gelungener Mensch, gelungene Geschichte etc.</p>
<p align="JUSTIFY"><b>Gemeinerei</b>, f., Gemeinheit.</p>
<h4></h4>
<p><b>Fortsetzung folgt …<br>
</b></p>
<p style="text-align: center;">~~~~~~~~~~~~~~~~~~~</p>
<table style="height: 300px; width: 570px;" border="0" align="center">
<caption><span style="font-family: comic sans ms,sans-serif;">bei amazon.com</span></caption>
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3898534367?ie=UTF8&amp;tag=slang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3831130523&quot;" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6462" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/03/küpcd170.jpg" alt="küpcd170" width="170" height="240"></a></td>
<td style="text-align: center;"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3406573878?ie=UTF8&amp;tag=slang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3831130523&quot;" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6461" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/03/ehman1.jpg" alt="ehman1" width="175" height="268"></a></td>
<td style="text-align: center;"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3411710926?ie=UTF8&amp;tag=slang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3831130523&quot;" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7100 aligncenter" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/03/szedu1701.jpg" alt="szedu170" width="170" height="229"></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: center;">~~~~~~~~~~~~~~~~~~~</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_1_7483" class="footnote">Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm</li><li id="footnote_2_7483" class="footnote">RhWB = Rheinisches Wörterbuch. Bearb. und hrsg. von Josef Müller, ab Bd. VII von Karl Meisen, Heinrich Dittmaier und Matthias Zender. 9 Bde. Bonn und Berlin 1928–1971. </li><li id="footnote_3_7483" class="footnote"><a href="filer à l'anglaise Fuir discrètement. Origine: L’expression proviendrait de l’ancien verbe &quot;anglaiser&quot;, pour &quot;voler&quot;. Par la suite, on aurait utilisé &quot;filer à l’anglaise&quot; pour désigner la façon discrète dont part un voleur qui vient de faire son coup. Par analogie, on a aussi vu apparaître l’expression &quot;partir comme un voleur&quot;. (http://www.linternaute.com/expression/langue-francaise/72/filer-a-l-anglaise/)" target="_blank">http://www.linternaute.com/expression/langue-francaise/72/filer-a-l-anglaise/</a></li><li id="footnote_4_7483" class="footnote">Duden-Oxford — Großwörterbuch Englisch. 2. Aufl. Mannheim 1999. [CD-ROM]</li><li id="footnote_5_7483" class="footnote">© 2002 Bibliographisches Institut &amp; F.&nbsp;A. Brockhaus AG</li></ol>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://slangtimes.com/2013-11-22/deutscher-slang-a-la-1892-9/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
