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	<title>Musik - SlangGuy&#039;s Blog</title>
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	<description>Über Slang, Übersetzen &#38; die Sprache dazu</description>
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	<title>Musik - SlangGuy&#039;s Blog</title>
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		<title>»Mickey Bakers Jazzgitarre« – der Klassiker der Jazzliteratur en detail</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SlangGuy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Oct 2021 04:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik & Computer]]></category>
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					<description><![CDATA[Mickey Baker? Mit diesem Namen wird wohl kaum einer groß was anfangen können, und doch gibt es vermutlich niemanden, der seine Gitarre nicht schon mal gehört hat: auf Joe Turners »Shake, Rattle &#38; Roll«? Auf »Money Honey« oder »Such a Night« von den Drifters? Big Maybelles »Whole Lot of Shakin’ Going On«? Oder auf einer [&#8230;]]]></description>
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<p style="font-size:22px"><a rel="noreferrer noopener" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Mickey_Baker" target="_blank">Mickey Baker</a>? Mit diesem Namen wird wohl kaum einer groß was anfangen können, und doch gibt es vermutlich niemanden, der seine Gitarre nicht schon mal gehört hat: auf Joe Turners »Shake, Rattle &amp; Roll«? Auf »Money Honey« oder »Such a Night« von den Drifters? Big Maybelles »Whole Lot of Shakin’ Going On«? Oder auf einer von Hunderten von Hits von alten Kämpen wie Big Joe Turner, Louis Jordan, Coleman Hawkins, Doc Pomus, Ray Charles, Ivory Joe Hunter und Ruth Brown? Mit Sicherheit hat jeder mal »Love Is Strange« von Mickey &amp; Sylvia in dem Kultklassiker <em>Dirty Dancing</em> gehört … </p>



<p style="font-size:18px"><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.allmusic.com/artist/mickey-baker-mn0000476054/biography" target="_blank">Angeblich</a> hatte Mickey Baker neben Chuck Berry und Bo Diddley mit den größten Anteil daran, den Rhythm &amp; Blues in den Rock &amp; Roll zu überführen. Nur ehrlich gesagt, das sprengt meine Kompetenz, damit habe ich mich nie so recht befasst. Mir geht es hier nicht um eine Hommage an den Mann, und dass mein Artikel heute erscheint, an dem Tag, an dem der 1925 geborene Mickey Baker 96 geworden wäre, liegt einfach daran, dass ich vor einigen Tagen etwas entdeckt habe, was ich vor fünfzig Jahren hätte brauchen können. Ich habe <a rel="noreferrer noopener" href="https://slangtimes.com/2020-10-09/scanscore-soll-wohl-n-scherz-sein/" target="_blank">hier</a> schon mal beiläufig erwähnt, dass ich immer wieder mal einen Anlauf unternommen habe, Mickey Bakers klassische Gitarrenschule »<strong>Mickey Baker’s Jazz Guitar</strong>« durchzuackern. Ich habe da meiner Enttäuschung über eine Scan-Software für Notenblätter Luft gemacht und dabei – eher aus der kalten Lamäng – gemault, dass es noch immer keine Begleit-CD zu dem 1955 erstmals erschienenen Klassiker gebe. Tja, und genau darum soll es heute gehen … </p>



<p style="font-size:18px">Wieder mal auf der Suche wenigstens nach einzelnen Hörproben aus der Bakerschen Gitarrenschule stieß ich auf die schlicht geniale Seite eines gewissen Michael Joyce »<a rel="noreferrer noopener" href="http://www.jazzandhotguitar.com/index.htm" target="_blank"><strong>Advanced Guitar Study Group</strong></a>«. Ihr Untertitel »Using The Classic ›Mickey Baker’s Complete Course in Jazz Guitar — Book 1‹ ist das Understatement des Milleniums, zumal im Internet, wo alle den Mund nun wirklich viel zu voll nehmen. Der Mann »benutzt« nicht etwa Bakers Lehrwerk, erklärt es! Alle 52 Lektionen werden hier Note für Note mit unvergleichlichem Sachverstand musiktechnisch auseinandergenommen, erklärt und wieder zusammengesetzt. Oft weit über meinen Horizont und weit eingehender, als mich das je interessieren würde, was aber wirklich keine Kritik sein soll, ich lasse einfach  weg, was mir nichts sagt. Ist ja das Schöne am Selbstunterricht, dass man das lernt, was man spielen möchte, und nicht das, was man laut Klavierlehrerin lernen muss, um ein großer Konzertpianist zu werden, zu dem man doch hinten und vorne das Zeug nicht hat … </p>



<p style="font-size:18px">Mir genügt, und ich spreche wie immer nur für mich, dass mir hier einige harmonische Zusammenhänge transparent werden, die es mir ermöglichen, ein bisschen sinnvoller vor mich hin zu dudeln, als ich das bisher konnte. Mit Bakers Buch allein wäre das nie im Leben so deutlich geworden. </p>


<p></p><p class="responsive-video-wrap clr"><iframe title="Love is Strange- Mickey &amp; Sylvia - The real thing" width="1200" height="900" src="https://www.youtube.com/embed/3DbyAdxp4DQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>


<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:24% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="448" height="446" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-25.jpg" alt class="wp-image-12034 size-full" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-25.jpg 448w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-25-150x150.jpg 150w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-25-300x300.jpg 300w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-25-144x144.jpg 144w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2018/03/web-25-370x368.jpg 370w" sizes="(max-width: 448px) 100vw, 448px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p style="font-size:18px">Und nicht nur hat auf <strong>Michael Joyces</strong> Website jede von Bakers Lektionen eine eigene ausführliche Seite, der Mann hat sich sage und schreibe die irrsinnige Mühe gemacht, das ganze Lehrwerk zu »digitalisieren«, wie ich mal sagen möchte, und die entsprechenden Dateien als Downloads bereitzustellen. Das Ganze gibt es als gezippte Pakete; die MIDI-Dateien sind jedoch nicht  nur solche, sondern enthalten auch sämtliche Noten nebst Tabs im Format TEF. Letztere gehören zur Notationssoftware <a rel="noreferrer noopener" href="https://tabledit.com/download/index.shtml" target="_blank"><strong>TablEdit</strong></a>, die ich mir für €50 auch gleich gezogen habe, die Dateien auf der Website sind für lau abzugreifen. Auf die Software kann ich hier nicht weiter eingehen, da ich sie – erst mal – allenfalls dazu benutze, Bakers Lektionen einzuüben. Aber es sind fast 2000 Dateien! Schon weil Joyce über Bakers Lehrstoff hinaus auch zu allen Lektionen Alternativen und weiterführende Vorschläge liefert. Für meine eigenen Notationen möchte ich bei <strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://musescore.org/de" target="_blank">MuseScore</a></strong> bleiben, das habe ich mittlerweile ein bisschen drauf und außerdem ist der MIDI-Sound unvergleichlich gut und variantenreich, umso mehr, wenn man ihn mit dem doch etwas scheppernden Sound von <strong>TablEdit</strong> vergleicht. Aber auch das keine Kritik an <strong>Michael Joyces</strong> monumentaler Arbeit. </p>
</div></div>



<p style="font-size:18px">Zu den jeweiligen TEF-Dateien gibt Joyce detaillierte Angaben, wie mit ihnen in <strong>TableEdit</strong> das beste Ergebnis zu erzielen ist. Und das mit Screen-Shots!  Das sieht in etwa so aus: </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2022/02/AdGuStuGr12.jpg"><img decoding="async" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2022/02/AdGuStuGr12.jpg" alt class="wp-image-15831" width="405" height="277" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2022/02/AdGuStuGr12.jpg 810w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2022/02/AdGuStuGr12-300x205.jpg 300w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2022/02/AdGuStuGr12-768x524.jpg 768w" sizes="(max-width: 405px) 100vw, 405px"></a><figcaption>Beispiel aus Lesson 4</figcaption></figure></div>



<p style="font-size:18px">Ich möchte mich hier wirklich nicht zu der Behauptung versteigen, ich hätte den Slogan auf dem Revers von Bakers Büchl – »Der Weg zum perfekten Jazz-Gitarristen« – auch tatsächlich umgesetzt, hätte ich all diese Mittel vor 40 Jahren zur Verfügung gehabt, aber ich bin’s durchaus auch schon zufrieden, ein bisschen geschmeidiger und einfallsreicher zu dudeln als bisher. Ohne gleich Musik studieren zu wollen. Und da ist Baker nun mal genau der Richtige. Da geht’s ohne großes theoretisches Gelaber in medias res. Und mit Michael Joyce hat man nun auch das, Pardon, theoretische »Gelaber«, das sich jedoch auf einen ganz persönlich abgestimmt portionieren lässt. Und auf etwas zurückgreifen, was man zunächst weggelassen hat, kann man ja auch jederzeit … </p>


<p></p><p class="responsive-video-wrap clr"><iframe title="The Story of Mickey Baker" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/Z6-UZP3_idA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Rode NT-USB Mini &#038; Windows 10</title>
		<link>https://slangtimes.com/2021-04-17/rode-nt-usb-mini-windows-10/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[SlangGuy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Apr 2021 11:10:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit am Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[Nur für den Fall, dass sich sonst noch jemand einen Wolf gegoogelt hat, um sein putziges kleines Rode NT-USB Mini unter Windows 10 zur Tonaufnahme zu bringen. Vielleicht liegt’s auch bei euch nur an einem versteckten kleinen Schalter. Ich will nicht lange rumlabern, bevor ich auf den Punkt komme, aber da ich mich mal als [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Nur für den Fall, dass sich sonst noch jemand einen Wolf gegoogelt hat, um sein putziges kleines Rode NT-USB Mini unter Windows 10 zur Tonaufnahme zu bringen. Vielleicht liegt’s auch bei euch nur an einem versteckten kleinen Schalter.</h1>
<p>Ich will nicht lange rumlabern, bevor ich auf den Punkt komme, aber da ich mich mal als Podcaster versuchen möchte, hatte ich nach einiger Recherche die nötige Soft- und Hardware zusammengesucht und bestellt. Und heute kam von <a href="https://www.thomann.de/de/rode_nt_usb_mini.htm?gclid=EAIaIQobChMI_Y3E5IiF8AIVD9PtCh2_KAc_EAAYAiAAEgL5UPD_BwE" target="_blank" rel="noopener"><strong>Thomann</strong></a> das Mikrofon mit der Post: ein wirklich putziges, aber – wie man schon beim ersten Anfassen merkt – ganz offensichtlich wertiges Teil. Und über einen USB-Anschluss mit dem PC verbunden, hat Windows 10 es denn auch sofort erkannt, will sagen unter den Eingabegeräten als »Tischmikrofon« aufgeführt; im Gerätemanager und überall sonst stand sogar der volle Name drin. AUch unter den Treibern hieß es: Das Gerät funktioniert einwandfrei. Na denn …</p>
<p>Nur als ich dann rasch einen Aufnahmeversuch machen wollte, spuckte dann <strong>Audacity </strong>die mysteriöse Meldung <strong>»Fehler beim Öffnen des Aufnahmegerätes: Fehlercode ‑9999. Unanticipated host error«</strong> aus. <strong>WTF?!</strong> Alles durchgecheckt. Nüscht. Nach ebenso end- wie erfolglosem Gewühle in den Forenbeiträgen nicht weniger frustrierter Zeit- und Leidensgenossen habe ich das Teil dann mal an meinem bewährten Windows7-Rechner angeschlossen – und siehe da, ich konnte was aufnehmen! Wenn auch dann nicht anhören, weil mit dem&nbsp; Einstecken des kleinen schwarzen Teufelchens offensichtlich die Wiedergabe blockiert war. Jeglicher mp3s! Aber nachdem das mit dem Ausstecken wieder behoben war und ich das Ding ja über den anderen Rechner benutzen möchte, sei’s drum. Immerhin hatte ich einen Beleg dafür, dass das Gerät an sich funktioniert.</p>
<p>Also wieder umgesteckt und weiter gesucht und gepröbelt. Sämtliche verfügbare Aufnahmesoftware durchprobiert. Nüscht. Weiter gegoogelt. Da fand ich Leute, die neben der Firewall selbst Windows neu installiert haben. Und das schon vor Windows 10. Womöglich macht das Teil ja unter Windows tatsächlich nur Ärger, dacht ich mir. Ich dachte schon daran, dass Teil wieder einzupacken und auf den Stapel mit anderen teuren Fehlkäufen zu stellen… Bis ich dann auf den Trichter kam, im Audacity-Manual nachzuschauen. Und da stand’s denn auch schon – groß wie ein Scheunentor. Unter Windows 10, so hieß es, lasse sich die Mikro-Benutzung grundsätzlich abstellen.</p>
<p>Ungläubig guckte ich nach .…</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>»Einstellungen &gt; Datenschutz &gt; Mikrofon: Zugriff auf das Mikrofon auf diesem Gerät zulassen«. </strong></span>Zur Sicherheit habe ich gleich auch noch die andere Option eingeschaltet: <span style="color: #ff0000;">»Zulassen, dass Apps auf ihr Mikrofon zugreifen«</span>. Das Teil wird ja eh nur zugeschaltet, wenn ich meinem angedachten Podcast werkeln möchte.</p>
<p>Und dann hatte ich unter <strong>Audacity</strong> auch tatsächlich statt der nervigen Fehlermeldung einen satten Pegel! Was natürlich erst mal bedeutet, dass da erst mal mächtig gedämpft werden muss. Aber das ist dann ja nur kreatives Gepfriemel …</p>
<p>Also, wer’s so gegoogelt hat: »Rode NT-USB Mini unter Windows 10«. Funzt. Problem gelöst! Jedenfalls bei mir. Aber vielleicht gibt’s ja noch den einen oder anderen, der wie ich oft mal den Wald vor Bäumen nicht sieht …</p>
<p>Ach übrigens: »<strong>Audacity</strong>« betont man auf dem »da«, nicht auf »city«; mit »City« hat das, wie manche deutschen YouTubler zu denken scheinen, nichts zu tun. Es heißt einfach »Kühnheit« &amp; soll wohl gleichzeitig auf »audio« anspielen … </p>


<p></p>
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			</item>
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		<title>John Barry, Harry Palmer &#038; das Geheimnis des Zymbals – gelöst!</title>
		<link>https://slangtimes.com/2021-01-10/john-barry-harry-palmer-das-geheimnis-des-zymbals-geloest/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[SlangGuy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2021 09:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich hatte hier, als ich seinerzeit die CD mit dem Soundtrack zu Sidney J. Furies&#160; The Ipcress File in der Post hatte, meiner Begeisterung für den Soundtrack des vom Bond-Paten Harry Saltzman produzierten Thrillers mit Michael Caine Luft gemacht. Besorgt hatte diesen Bond-Komponist John Barry, und während ich damals keine Ahnung hatte, wer auf die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div style="color:#ddd" class="wp-block-atomic-blocks-ab-spacer ab-block-spacer ab-divider-solid ab-spacer-divider ab-divider-size-1"><hr style="height:30px"></div>



<p style="font-size:28px">Ich hatte <a href="https://slangtimes.com/2012-06-13/john-barry-harry-palmer-das-geheimnis-des-cimbalom/">hier</a>, als ich seinerzeit die CD mit dem Soundtrack zu <strong>Sidney J. Furies</strong>&nbsp; <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ipcress_%E2%80%93_streng_geheim" target="_blank"><strong>The Ipcress File</strong></a> in der Post hatte, meiner Begeisterung für den Soundtrack des vom Bond-Paten <strong>Harry Saltzman</strong> produzierten Thrillers mit <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Caine" target="_blank"><strong>Michael Caine</strong></a> Luft gemacht. Besorgt hatte diesen Bond-Komponist <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/John_Barry_(Filmkomponist)" target="_blank"><strong>John Barry</strong></a>, und während ich damals keine Ahnung hatte, wer auf die famose Idee gekommen war, ausgerechnet eine überdimensionale Variante des guten alten  <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hackbrett" target="_blank"><strong>Hackbrett</strong></a><strong>s</strong> – mehr oder weniger ein offener Konzertflügel, der mit Klöppeln bearbeitet wird – einzusetzen, habe ich dieses Rätsel nun doch tatsächlich gelöst … </p>


<p>… nicht nur gelöst, sollte ich sagen, ich hatte des Rätsels Lösung seit Jahren schon auf einer der zahlreichen USB-Platten, die – mal zugeschaltet, mal nicht – an meinem Recherche-Computer hängen. Also lassen Sie mich das mal genauer ausführen …&nbsp; </p>


<p>Beim Durchforsten meiner stattlichen Reihe schöner schwarzer WD-Books nach etwas ganz anderem stieß ich neulich auf eine Datei mit dem rätselhaften, aber vielversprechenden Titel »john barry untitled.mp3«, hinter dem sich doch tatsächlich ein Interview mit <strong>John Barry</strong> verbarg, das seine Biografin <strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.amazon.de/John-Barry-Sixties-Midnight-English-ebook/dp/B0092GU526/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=Eddi+Fiegel+john+barry&amp;qid=1609845739&amp;s=books&amp;sr=1-1" data-type="URL" data-id="https://www.amazon.de/John-Barry-Sixties-Midnight-English-ebook/dp/B0092GU526/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=Eddi+Fiegel+john+barry&amp;qid=1609845739&amp;s=books&amp;sr=1-1" target="_blank">Eddie Fiegel</a></strong> mit dem Maestro geführt hatte. Wow, was für ein Fund! Ich hatte das mal aufgenommen, als es unter dem Titel <strong>The Lost Tapes</strong> auf BCC Radio 4 zu hören war. Entweder hatte ich es nur aufgenommen und nie angehört oder, was weit wahrscheinlicher ist bei meinem Gedächtnis – oder dem Mangel an selbigem – gehört und wieder vergessen. Tatsache ist, dass hier des Rätsels Lösung aus dem Munde des Mannes selbst zu hören ist. Aber lassen Sie mich etwas ausholen … </p>



<p><strong>John Barry</strong> hat die Musik zu über 100 Filmen geschrieben und wurde für seine Soundtracks gleich mehrfach mit dem <strong>Oscar</strong> ausgezeichnet. Am bekanntesten ist er natürlich für seine James-Bond-Soundtracks, die übrigens der einen Hälfte des Produzentenpaars – <strong>Harry Saltzman</strong> – nie gefielen! Er wollte weder <strong>Shirley Basseys</strong> »<strong>Goldfinger</strong>« haben, noch ihr »<strong>Diamonds Are Forever</strong>«, worauf John Barry schließlich der Kragen platzte: Er forderte Saltzman auf, ihm die ersten paar Takte von »<strong>God Save The Queen</strong>« zu singen und warf ihm vor, schlicht unmusikalisch (»tone deaf«) zu sein – worauf Saltzman aus seiner Wohnung stürmte und wütend die Tür hinter sich zuknallte. Sein Partner <strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Albert_R._Broccoli" data-type="URL" data-id="https://en.wikipedia.org/wiki/Albert_R._Broccoli" target="_blank">Cubby Broccoli</a></strong> gab auf den Schock hin über einem Glas Jack Daniels kleinlaut grünes Licht. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<p class="responsive-video-wrap clr"><iframe title="Diamonds Are Forever (1971) Official Trailer - Sean Connery James Bond Movie HD" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/9yOamj4mlnE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
</div></figure>


<p><strong>John Barry</strong>, der – stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen – damals ohnehin nur mehr ein eher laues Interesses an Bond hatte, stieg denn auch erst mal aus; Beatles-Produzent <strong>George Martin </strong>stieg für <em><strong>Live and Let Die</strong></em> ein, für den <strong>Paul McCartney</strong> den phantastischen Titelsong komponierte, der jedoch – meiner Ansicht nach – erst später in der atemberaubenden Version von <strong>Guns n’ Roses</strong> so richtig zur Geltung kam. Es bedurfte einiger Überredung, Barry wieder für Bond zu gewinnen, aber die Luft war – für ihn – raus.</p>


<p>Übrigens war Barry auch dafür verantwortlich, dass <strong>Harry Nillsons</strong> »<strong>Everybody’s Talkin’</strong>« nach heftigem Widerstand der Offiziellen in den legendären Streifen <strong><em>Midnight Cowboy</em></strong> kam, bei dem Barry nicht nur als Komponist verantwortlich war, sondern auch die musikalische Leitung hatte. Diese Episode schildert <strong>Eddie Fievel</strong> in ihrer bereits erwähnten John-Barry-Biographie <strong><em>John Barry: A Sixties Theme</em></strong>, die ich mir nun auch als Kindle-e-Book gezogen habe. Ich hoffe, ich komme irgendwann mal dazu … </p>



<p>Aber beginnen wir von vorn, schließlich soll es hier um den Soundtrack zu der <strong>Len-Deighton</strong>-Verfilmung <strong><em>The Ipcress File</em></strong> gehen. <strong>John Barry</strong> hatte als Trompeter Swing gespielt, als plötzlich der Rock ’n’ Roll lärmig auf die Weltbühne trat. Das stellte über die Jugendkultur hinaus eben auch die musikalische Welt auf den Kopf. Er fand die neue Mucke durchaus faszinierend, das Problem für ihn war nur, dass das Genre eines Sängers bedurfte und er eben Instrumentalmusik machen wollte. Genialer Arrangeur, der er war, hatte er einige Riesenhits mit der britischen Ausgabe von <strong>Buddy Holly</strong>, dem Sänger <strong>Adam Faith</strong>. Mit seiner eigenen Truppe <strong>The John Barry Seven</strong> hatte er 1960 einen Riesenhit mit dem Instrumental »Hit and Miss«. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<p class="responsive-video-wrap clr"><iframe title="John Barry Seven - Hit &amp; Miss &quot;Live&quot; 1960" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/nxn5BdoVr_g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
</div></figure>



<p>Hier sind nicht nur Anklänge an <strong>Duane Eddys</strong> »Twang«-Sound zu hören, sondern eben auch an die legendäre James-Bond-Melodie, die zwar <strong>Monty Norman</strong> – der erste, aber rasch gefeuerte Bond-Komponist – für <strong><em>Dr. No</em></strong> komponiert hatte, aber letztlich eben erst durch John Barrys Arrangement zur Legende wurde. Überhaupt sollte man hier anmerken, dass es in der Musik damals kaum den <strong>Produzenten</strong> gab, wie wir ihn seit den 60ern kennen. Wie Barry selbst in dem Interview erzählt, war damals bei den Aufnahmesessions ein <strong>A&amp;R-</strong>Typ mit von der Partie, der mehr oder weniger zweckfreie Kommentare zu dem Gehörten abgab. Überhaupt schaffte Barry alles, womit er Triumphe feierte, gegen den Widerstand phantasieloser Geister, die nicht über den Rand ihres flachen Tellerchens hinaussahen. Wie er in dem Interview so schön sagt: »Nobody knows until they know.« Bis ihnen die Leute sagen, was ihnen gefällt. Und wenn der Erfolg sich dann einstellte, taten sie ihre Ignoranz lachend ab: Wir machen doch alle Fehler. Erinnert mich stark an meine Erfahrungen als <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.slangtimes.com/bernhardschmid/" data-type="URL" data-id="https://www.slangtimes.com/bernhardschmid/" target="_blank">Übersetzer</a> mit dem Lektorat, das bei mir leider denn doch immer mehr oder weniger das letzte Wort hat. Man kommt gegen Ignoranz eben schlicht schlecht an. Format, Format, Format – darüber kommen Kleingeister eben nicht hinaus. Wie auch immer, es waren <strong>Adam Faiths</strong> Filme, allen voran <strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Beat_Girl" data-type="URL" data-id="https://en.wikipedia.org/wiki/Beat_Girl" target="_blank">Beat Girl</a></strong><sup><a href="https://slangtimes.com/2021-01-10/john-barry-harry-palmer-das-geheimnis-des-zymbals-geloest/#footnote_1_15172" id="identifier_1_15172" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="das nachfolgende Poster kommt aus der Wikipedia">1</a></sup>, die Barry die Möglichkeit gaben, endgültig in die Filmbranche überzuwechseln. </p>



<p>Im Gegensatz zu meiner Wenigkeit konnte Barry sich aber eben doch immer durchsetzen; er entwickelte seine eigene Technik, machte alles allein. Das ging soweit, dass <strong>Maurice Binder</strong> seine nicht weniger legendären Titelsequenzen – den Vorspann zu den Bond-Filmen – nach Barrys Musik gestaltete. Wie Barry erzählte, bekam der Vorspann zu <strong><em>Goldfinger</em></strong> im Kino eine Ovation, so hingerissen waren das Publikum von den revolutionären Bildern zu der nicht weniger revolutionären Musik. Revolutionär? Nun, dass bei der Musik zu <strong><em>Dr. No</em></strong> – für den es noch keinen Vorspann gab – auf die rockige Twangy-Gitarre ein Swing-Middle folgt, das war seinerzeit total neu – buchstäblich unerhört! </p>


<p><a href="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2021/01/BeatGirlUKPoster.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-15206 size-full alignleft" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2021/01/BeatGirlUKPoster.jpg" alt width="320" height="238" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2021/01/BeatGirlUKPoster.jpg 320w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2021/01/BeatGirlUKPoster-300x223.jpg 300w" sizes="(max-width: 320px) 100vw, 320px"></a></p>


<p>Eine witzige Anekdote zu <strong>Shirley Basseys</strong> »<strong>Goldfinger</strong>« erzählt Barry in dem Interview. Er guckt im Branchenblatt <strong>Billboard</strong> nach seinem Titel, ging die 90er durch, fand den Song. In der nächsten Ausgabe sucht er in den 90ern, fand nichts, ging die 80er durch. Nichts. »Das hast du vermasselt«, sagte er sich, zutiefst enttäuscht. Aber als er das Heft am Abend nochmal zur Hand nahm, sah er, dass er auf Platz 1 war – die Beatles auf Platz 2. »I went crazy.« Er hatte schon gedacht, der taube Saltzman könnte doch recht gehabt haben. Bei <strong><em>Diamonds</em></strong> wiederholte sich das wie gesagt: »Gefällt mir nicht, ich will so was nicht in meinem Film.« Tja. der Erfolg gab ihm auch diesmal recht. </p>


<p>Aber nach all dem Background nun endlich zu dem bahnbrechenden Thriller <em><strong>The Ipcress File</strong></em>. Barry hatte sich einige Zeit vorher schon mit dessen damals eher unbekanntem Hauptdarsteller <strong>Michael Caine</strong> angefreundet. Mittellos, hatte Caine damals noch nicht einmal eine eigene Wohnung. Irgendwann klingelte er nachts um zwei bei Barry. Er habe keine Bleibe, hätte Barry nicht vielleicht ein Zimmer für ihn – nur für ’n paar Tage? Barry hatte und Michael blieb – »für eine Ewigkeit«, wie es schien. Caine schien ständig Geschirr zu zerdeppern, das er dann mit Spucke wieder zusammenpappte. Als Barry sich dann morgens vor Arbeitsbeginn eine Tasse Tee einschenkte, hatte er gerade mal einen Henkel in der Hand. Caine war jedoch dann bereits auf Arbeitssuche. Mit der Knete, mit der er für&nbsp; <em><strong>The</strong> <strong>Ipcress File</strong></em> rechnen konnte, kaufte Caine sich dann eine eigene Wohnung. Ich entsinne mich noch eines Interviews mit Michael Caine, in der er sich gefragt sah, ob ihm die Musik zu dem Film bekannt war. Worauf Caine meinte, natürlich, er habe Barry doch Nacht für Nacht an dem verdammten Teil rumbasteln hören. (Ich hoffe, ich finde das noch mal.)</p>


<p>Was nun das Cimbalom – ist das dasselbe wie ein Zymbal? – anbelangt, so war dessen Einsatz – in Beantwortung meiner ersten Frage: »Wer kam auf die Idee, das merkwürdige Teil in einem Thriller einzusetzen?« – seine ureigene Idee. »Warum nehmen wir nicht ein Cimbalom«, fragte er bei einer Beratung bezüglich des Soundtracks den Produzenten des Films  <strong>Bryan Forbes</strong> (dessen leider nie übersetzter Roman <strong><em>The Rewrite Man</em></strong> übrigens herrliche Einblicke ins Filmgeschäft – und Hollywoods Verständnis von europäischer Geschichte – liefert). »Was in aller Welt ist das denn?«, fragte der überrascht. Nun, sehen Sie – mit freundlicher Unterstützung von <strong>Wikipedia</strong> – selbst: </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><a href="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2021/01/Cimb1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="777" height="493" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2021/01/Cimb1.jpg" alt class="wp-image-15212" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2021/01/Cimb1.jpg 777w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2021/01/Cimb1-300x190.jpg 300w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2021/01/Cimb1-768x487.jpg 768w" sizes="(max-width: 777px) 100vw, 777px"></a><figcaption><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Cimbalom" data-type="URL" data-id="https://en.wikipedia.org/wiki/Cimbalom" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikipedia</a></figcaption></figure>



<p>Inspiriert hatte Barry dazu <strong>Anton Karras</strong>’ Zither-Melodie zu <strong>Orson Welles</strong>’ Klassiker <strong><em><a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_dritte_Mann" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_dritte_Mann" target="_blank">Der dritte Mann</a></em></strong>. Ich erinnere mich an ein Interview mit dem Regisseur <strong>Carol Reed</strong>, der erzählte, dass er während der Dreharbeiten in Wien eines Abends mit seinem Team in einem <strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Beisl" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Beisl" target="_blank">Beisl</a></strong> saß, in dem Karras – zum Heurigen? – aufspielte. Fasziniert, forderte Reed den Wiener Volksmusiker auf, ihm eine Titelmelodie zu schreiben. Karras, meinte, das könne er nicht, schrieb ihm dann aber doch das phantastische Stückchen Zithermusik. Ebenfalls eine Zither zu benutzen, kam für einen Vordenker wie Barry natürlich nicht in Frage, das wäre denn doch zu platt gewesen, zu banal für eine Musik, die tatsächlich als <strong>Hommage an Karras’ Musik </strong>gedacht war. Er hatte jedoch in London einen Bekannten, der Musikinstrumente aus aller Welt zusammentrug und sie zu spielen lernte. Barry schrieb die Musik und sein Freund spielte sie ihm nach seinen Vorstellungen ein. </p>



<p>Es kam genau das heraus, was er sich vorgestellt hatte. »Ein einsamer Held, und der dazu passende Sound.« Die Töne immer schön ausklingen lassen. Den ganzen Film hindurch. »Er traf es haargenau.« Michael Caines damalige Freundin schlug vor, doch bei der Premiere am Kino am Leicester Square vorbeizufahren – und da standen die Leute rund um den Block Schlange! Für einen Film mit einem merkwürdigen Titel und einem so gut wie unbekannten Hauptdarsteller als Held. </p>



<p>Ps.: Für die Fachleute: Falls ich Ihnen mit dem Begriff »Hackbrett« etwas zu leichtfertig umgegangen bin, belehren Sie mich doch bitte gern in einem Kommentar. </p>



<p class="responsive-video-wrap clr"><iframe title="John Barry - The Ipcress File (theme)" width="1200" height="900" src="https://www.youtube.com/embed/i2Jw6_Xgszk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>


<p>Ist das nicht herrlich? Wenn Sie noch hier sind, freut mich das. Für mich ein kleiner Triumph, das Rätsel dieser mysteriösen Klänge gelöst zu haben. Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. </p><ol class="footnotes"><li id="footnote_1_15172" class="footnote"> das nachfolgende Poster kommt aus der Wikipedia</li></ol>]]></content:encoded>
					
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