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	<title>Schopenhauer - SlangGuy&#039;s Blog</title>
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	<description>Über Slang, Übersetzen &#38; die Sprache dazu</description>
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	<title>Schopenhauer - SlangGuy&#039;s Blog</title>
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		<title>Plärren von pleurer und plorare.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SlangGuy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 03:54:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachkolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Im letzten Teil seiner Betrachtungen Ueber Sprache und Worte kommt Schopenhauer noch einmal auf seine in der Lieferung »Etymologie als Lehre von den Knochen« – Titel von mir – vorgebrachten Beobachtung zurück, laut der sich etymologische Zusammenhänge nicht selten anhand der Konsonanten eines Wortes erkennen lassen. Es ist so eine kurzweilige Aufzählung von Fundsachen entstanden, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: justify;" align="CENTER">Im letzten Teil seiner Betrachtungen <em>Ueber Sprache und Worte </em>kommt Schopenhauer noch einmal auf seine in der Lieferung »<a href="https://slangtimes.com/2013-02-27/etymologie-als-lehre-von-den-knochen/">Etymologie als Lehre von den Knochen</a>« – Titel von mir – vorgebrachten Beobachtung zurück, laut der sich etymologische Zusammenhänge nicht selten anhand der Konsonanten eines Wortes erkennen lassen. Es ist so eine kurzweilige Aufzählung von Fundsachen entstanden, deren Stichhaltigkeit zu überprüfen mir die Zeit fehlt, aber das Web bietet mittlerweile ja jedem von uns genügend Möglichkeiten, dies im Einzelnen nachzuholen, falls ihm danach ist. Für den wirklich Interessierten kommt dann vielleicht ja über das Erstaunliche hinaus noch Erstaunlicheres zum Vorschein…<span id="more-6190"></span></h5>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY">Fortsetzung von <a href="https://slangtimes.com/2013-04-02/die-sprache-von-barenhautern/">hier</a>.</p>
<p align="JUSTIFY">Auffallend ist es, daß sich <strong>im Französischen keine deutschen Wörter</strong> finden, wie im Englischen, da im 5. Jahrhundert Frankreich von Westgothen, Burgundern und Franken besetzt worden ist, und fränkische Könige es beherrschten. –</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><i>Niedlich</i></strong> *) von alddeutschen <i>Neidlich</i> = Beneidendswerth. – <strong><i>Teller</i></strong> von <i>patella</i>. – <strong><i>Viande</i></strong> vom Italiänischen <i>vivanda</i>. – <strong><i>Spada</i></strong>, <i>espada</i>, <i>épé</i> von σπαξη, Schwerdt, in diesem Sinne gebraucht z.B. von Theophrast in den Charakteren, cap. 24, περι δειλιας. – <strong><i>Affe</i></strong> von <i>Afer</i>; weil die ersten von Römern den Deutschen zugeführten Affen ihnen durch dieses Wort erklärt wurden. – <strong><i>Kram</i></strong> von χραμα., χεραννυμι. – <strong><i>Taumeln</i></strong> von <i>temulentus</i>. – <strong><i>Vulpes</i></strong> und <strong><i>Wolf</i></strong> sind wahrscheinlich irgendwie verwandt, beruhend auf der Verwechslung zweier Species des Genus canis. – <strong><i>Wälsch</i></strong> ist höchst wahrscheinlich bloß eine andere Aussprache von <strong><i>Gälisch</i></strong> (gaelic), d.i. Keltisch, und bedeutete bei den alten Deutschen die nicht-germanische, oder, besser, nicht-gothische Sprache; daher es jetzt insbesondere italiänisch, also die romanische Sprache bedeutet. – <strong><i>Brod</i></strong> kommt von βρωμα. – Volo und βονλομαι oder βονλω sind in der Wurzel das selbe Wort. – Das deutsche <strong><i>Gift</i></strong> ist das selbe Wort mit dem englischen <strong><i>gift</i></strong>: es kommt nämlich von <i>geben</i> und besagt was eingegeben wird: daher auch <strong><i>vergeben</i></strong> statt <strong><i>vergiften</i></strong>. – <strong><i>Heute</i></strong> und <strong><i>oggi</i></strong> kommen beide von <i>hodie</i> und haben doch keine Aehnlichkeit unter enander.</p>
<p style="text-align: right;" align="CENTER">Fortsetzung von <a href="https://slangtimes.com/2013-04-02/die-sprache-von-barenhautern/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Arthur Schopenhauer’s sämmtliche Werke<br>
<a href="http://www.archive.org/stream/arthurschopen06schouoft#page/598/mode/2up" target="_blank">Parerga und Paralipomena</a><br>
Kleine philosophische Schriften<br>
Vereinzelte, jedoch systematisch geordnete Gedanken über vielerlei Gegenstände</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Kap. XXV.<br>
Ueber Sprache und Worte </strong></p>
<p align="JUSTIFY">Auffallend ist es, daß sich <strong>im Französischen keine deutschen Wörter</strong> finden, wie im Englischen, da im 5. Jahrhundert Frankreich von Westgothen, Burgundern und Franken besetzt worden ist, und fränkische Könige es beherrschten. –</p>
<p><strong><i><a href="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/schop1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-6157 alignleft" alt="schop1" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/schop1.jpg" width="280" height="288" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/schop1.jpg 400w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/schop1-291x300.jpg 291w" sizes="(max-width: 280px) 100vw, 280px"></a>Niedlich</i></strong> *) von alddeutschen <i>Neidlich</i> = Beneidendswerth. – <strong><i>Teller</i></strong> von <i>patella</i>. – <strong><i>Viande</i></strong> vom Italiänischen <i>vivanda</i>. – <strong><i>Spada</i></strong>, <i>espada</i>, <i>épé</i> von σπαξη, Schwerdt, in diesem Sinne gebraucht z.B. von Theophrast in den Charakteren, cap. 24, περι δειλιας. – <strong><i>Affe</i></strong> von <i>Afer</i>; weil die ersten von Römern den Deutschen zugeführten Affen ihnen durch dieses Wort erklärt wurden. – <strong><i>Kram</i></strong> von χραμα., χεραννυμι. – <strong><i>Taumeln</i></strong> von <i>temulentus</i>. – <strong><i>Vulpes</i></strong> und <strong><i>Wolf</i></strong> sind wahrscheinlich irgendwie verwandt, beruhend auf der Verwechslung zweier Species des Genus canis. – <strong><i>Wälsch</i></strong> ist höchst wahrscheinlich bloß eine andere Aussprache von <strong><i>Gälisch</i></strong> (gaelic), d.i. Keltisch, und bedeutete bei den alten Deutschen die nicht-germanische, oder, besser, nicht-gothische Sprache; daher es jetzt insbesondere italiänisch, also die romanische Sprache bedeutet. – <strong><i>Brod</i></strong> kommt von βρωμα. – Volo und βονλομαι oder βονλω sind in der Wurzel das selbe Wort. – Das deutsche <strong><i>Gift</i></strong> ist das selbe Wort mit dem englischen <strong><i>gift</i></strong>: es kommt nämlich von <i>geben</i> und besagt was eingegeben wird: daher auch <strong><i>vergeben</i></strong> statt <strong><i>vergiften</i></strong>. – <strong><i>Heute</i></strong> und <strong><i>oggi</i></strong> kommen beide von <i>hodie</i> und haben doch keine Aehnlichkeit unter enander.<span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> – </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Parlare</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> kommt wahrscheinlich von </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>perlator</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, Ueberbringer, Botschafter; daher das englische: </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>a parley</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">. – Offenbar hängt </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>to <strong>dye</strong></i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> mit </span></span><span style="color: #ff0000;"><span style="font-size: small;">δευνω, δευειν</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> zusammen wie </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>tree</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> mit </span></span><span style="color: #ff0000;"><span style="font-size: small;">δρυ</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">. – Von </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Garhuda</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, dem Adler des Wischnu – </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Geier</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">. – Von </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Mala</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> – <strong>Maul</strong>. – </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Katze</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> ist das zusammengezogene </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Catus</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">. – </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Schande</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> von </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>scandalum</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, welches vielleicht mit dem Sanskrit: </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Tschandala</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> verwandt ist. – </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Ferkel</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> von </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>ferculum</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">,<sup><a href="https://slangtimes.com/2013-04-07/plarren-von-pleurer-und-plorare/#footnote_1_6190" id="identifier_1_6190" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="das Speisebrett">1</a></sup> weil es ganz auf den Tisch kommt. – </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Plärren</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> von </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>pleurer</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> und </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>plorare</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">. – </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Füllen</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Fohlen</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, von </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>pullus</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">. – </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Poison</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> und </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Ponzonna</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> von </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Potio</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">. – </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Baby</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> ist </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Bambino</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">. – </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Brand</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, altenglisch: </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>brando</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, italiänisch. – </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Knife</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> und </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>canif</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> sind das selbe Wort: keltischen Ursprungs? – </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i><strong>Ziffer</strong>, cifra, chiffre, ciphre</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, – kommt wahrscheinlich vom wallisischen, also keltischen, </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Cyfrinach</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, Mysterium. (Pictet, mystère dres Bardes, p. 14.) – Das italiänische </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>tuffare</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> (mergere) und das deutsche </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>taufen</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> ist das selbe Wort. – </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Ambrosia</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> scheint mit </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Amriti</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> verwandt; die </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Asen</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> vielleicht mit </span></span><span style="color: #ff0000;"><span style="font-size: small;">αίδα</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">. – </span></span><span style="color: #ff0000;"><span style="font-size: small;">Λαβρευομαι</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> ist dem Sinne, wie dem Worte nach identisch mit </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>labbern</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">. Αολλεις ist </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Alle</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">. – </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Seve</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> ist </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Saft</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">. – Es ist doch seltsam, daß </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Geist</i></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> das umgekehrte </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Zieg</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> ist. – Das englische </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>bower</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Laube</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> = </span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Bauer</i></span></span></strong> (unser Vogelbauer).</p>
<p>***</p>
<p>Womit wir durch wären mit dem Kapitel XXV von Schopenhauers <strong><em>Parerga und Paralipomena</em></strong>, dem der Herausgeber den Titel »Ueber Sprache und Worte«&nbsp; gab. Einen Überblick über die einzelnen Fortsetzungen meiner Serie davon finden sie <a href="https://slangtimes.com/2010-10-11/ausgerechnet-schopenhauer-%E2%80%93-uber-sprache-und-worte/">hier</a>; Schopenhauers Originaltext können Sie <a href="http://www.archive.org/stream/arthurschopen06schouoft#page/598/mode/2up" target="_blank">hier</a> nachlesen.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_1_6190" class="footnote">das Speisebrett</li></ol>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>… die Sprache von Bärenhäutern</title>
		<link>https://slangtimes.com/2013-04-02/die-sprache-von-barenhautern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[SlangGuy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 05:47:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Schopenhauer]]></category>
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					<description><![CDATA[Im vorletzten Rest der Reste spricht Schopenhauer sich gegen die bereits zu seiner Zeit unter Germanisten übliche Verwendung der »deutschen Sprache« als Überbegriff für u. a. einen&#160; »gothischen Zweig«; er sieht mit Rask das Gotische als übergeordnet. Ein Gräuel ist ihm der Ausdruck »indogermanische Sprache«, stelle sie doch »die Sprache der Veden« neben die der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: justify;" align="CENTER">Im vorletzten Rest der Reste spricht Schopenhauer sich gegen die bereits zu seiner Zeit unter Germanisten übliche Verwendung der »deutschen Sprache« als Überbegriff für u. a. einen&nbsp; »gothischen Zweig«; er sieht mit Rask das Gotische als übergeordnet. Ein Gräuel ist ihm der Ausdruck »indogermanische Sprache«, stelle sie doch »die Sprache der Veden« neben die der germanischen Bärenhäuter…</h5>
<p align="JUSTIFY"><img decoding="async" style="text-align: justify;" title="Weiterlesen …" alt src="https://slangtimes.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" align="MIDDLE">Unsere heutigen <strong>Germanisten</strong><sup><a href="https://slangtimes.com/2013-04-02/die-sprache-von-barenhautern/#footnote_1_6188" id="identifier_1_6188" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="nach einem Aufsatze in der »Deutschen Vierteljahrs-Schrift« 1855 October bis Dezember.">1</a></sup> theilen die <strong>deutsche (diuske) Sprache</strong> in Zweige wie: 1) der gothische Zweig; 2) das Nordische, d.i. Isländische, daraus das Schwedische und Dänische; 3) das Niederdeutsche, daraus das Plattdeutsche und Holländische; 4) das Friesische; 5) das Angelsächsiche; 6) das Hochdeutsche, welches im Anfang des siebenten Jahrhunderts aufgetreten sein soll und in Alt‑, Mittel- und Neu-Hochdeutsche zerfällt.</p>
<p align="JUSTIFY">Dies ganze Stystem ist keineswegs neu, sondern, ebenfalls mit Ableugnung der gothischen Abstammung, schon aufgestellt worden von Wachter, Specimen Glossarii germanici, Lips. 1727. (S. Leßings Kollektanea, Bd. II. p. 384.)<span id="more-6188"></span></p>
<p style="text-align: right;" align="CENTER">Fortsetzung von <a href="https://slangtimes.com/2013-03-19/kroten-und-schmetterlinge-uber-den-umgang-der-franzosen-mit-dem-griechischen/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Arthur Schopenhauer’s sämmtliche Werke<br>
<a href="http://www.archive.org/stream/arthurschopen06schouoft#page/598/mode/2up" target="_blank">Parerga und Paralipomena</a><br>
Kleine philosophische Schriften<br>
Vereinzelte, jedoch systematisch geordnete Gedanken über vielerlei Gegenstände</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Kap. XXV.<br>
Ueber Sprache und Worte </strong></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Unsere heutigen <strong>Germanisten</strong><sup><a href="https://slangtimes.com/2013-04-02/die-sprache-von-barenhautern/#footnote_1_6188" id="identifier_2_6188" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="nach einem Aufsatze in der »Deutschen Vierteljahrs-Schrift« 1855 October bis Dezember.">1</a></sup> theilen die <strong>deutsche (diuske) Sprache</strong> in Zweige wie: 1) der gothische Zweig; 2) das Nordische, d.i. Isländische, daraus das Schwedische und Dänische; 3) das Niederdeutsche, daraus das Plattdeutsche und Holländische; 4) das Friesische; 5) das Angelsächsiche; 6) das Hochdeutsche, welches im Anfang des siebenten Jahrhunderts aufgetreten sein soll und in Alt‑, Mittel- und Neu-Hochdeutsche zerfällt. </span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Dies ganze Stystem ist keineswegs neu, sondern, ebenfalls mit Ableugnung der gothischen Abstammung, schon aufgestellt worden von Wachter, Specimen Glossarii germanici, Lips. 1727. (S. Leßings Kollektanea, Bd. II. p. 384.) </span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Ich glaube aber, daß in jenem System <strong>mehr Patriotismus, als Wahrheit</strong> liegt, und bekenne mich zum System, des redlichen und einsichtsvollen <strong>Rask</strong>.<sup><a href="https://slangtimes.com/2013-04-02/die-sprache-von-barenhautern/#footnote_2_6188" id="identifier_3_6188" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Rasmus Christian Rask">2</a></sup> Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gotische_Sprache" target="_blank"><strong>Gothische</strong></a>,<sup><a href="https://slangtimes.com/2013-04-02/die-sprache-von-barenhautern/#footnote_3_6188" id="identifier_4_6188" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Gotische Sprache (Eigenbezeichnung: *gutiska razda) war eine vom germanischen Stamm der Goten gesprochene ostgermanische Sprache. Wikipedia">3</a></sup> aus dem <strong>Sanskrit</strong> stammend, ist in drei Dialekte zerfallen: <strong>Schwedisch</strong>, <strong>Dänisch</strong> und <strong>Deutsch</strong>. – Von der Sprache der alten Germanen ist uns nichts bekannt, </span></span><a href="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/libr1.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-6163 alignleft" alt="libr1" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/libr1.jpg" width="240" height="247" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/libr1.jpg 400w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/libr1-291x300.jpg 291w" sizes="(max-width: 240px) 100vw, 240px"></a><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">und ich erlaube mir zu muthmaaßen, daß solche eine von der gothischen, also auch der unsrigen, verschiedene gewesen sein mag; <strong>wir sind, wenigstens der Sprache nach, Gothen</strong>. Nichts aber empört mich mehr, als der Ausdruck: <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Indogermanische_Sprachen" target="_blank">indo-germanische</a> Sprache</strong>, – d.h. die Sprache der Veden unter einen Hut gebracht mit dem etwanigen Jargon besagter <strong>Bärenhäuter</strong>. Ut nos poma natamus!<sup><a href="https://slangtimes.com/2013-04-02/die-sprache-von-barenhautern/#footnote_4_6188" id="identifier_5_6188" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie wir Äpfel schwimmen! / See how we apples swim! Die Erklärung für diesen Spruch bietet uns Herders Conversations-Lexikon (1856, Band 4, S. 360): Nos hic poma natamus, lat. Sprichwort, sagte der Pferdeapfel (Pferdekoth), als er in Gesellschaft einiger Aepfel den Bach hinabschwamm.">4</a></sup> – Ist doch auch die sogenannte germanische, richtiger gothische <strong>Mythologie</strong>, nebst der Nibelungensage, u.s.w., sehr viel ausgebildeter und ächter in Island und Skandinavien zu finden gewesen, als bei unsern deutschen Bärenhäutern, und zeugen doch die nordischen Alterthümer, Gräberfunde, Runen u.s.w., verglichen mit den deutschen, von höherer Ausbildung jeder Art in Skandinavien. – </span></span></p>
<p align="JUSTIFY">Den zehnten und letzten Teil meiner Serie finden Sie <a href="https://slangtimes.com/2013-04-07/plarren-von-pleurer-und-plorare/">hier</a>.</p>
<p align="JUSTIFY">*</p>
<p align="JUSTIFY">Um Schopenhauers irrige Ansicht zu veranschaulichen eine moderne schematische Darstellung der <strong>germanischen Sprachfamilie</strong> (Wikipedia):</p>
<p align="JUSTIFY"><a href="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/04/indogerm.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6584" alt="indogerm" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/04/indogerm.jpg" width="502" height="382" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/04/indogerm.jpg 502w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/04/indogerm-300x228.jpg 300w" sizes="(max-width: 502px) 100vw, 502px"></a></p>
<p align="JUSTIFY">Die gesamte schematische Darstellung der <strong>indo-europäischen Sprachfamilie</strong>n finden sie <a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4f/IndoEuropeanTree.svg/991px-IndoEuropeanTree.svg.png" target="_blank">hier</a>.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_1_6188" class="footnote">nach einem Aufsatze in der »Deutschen Vierteljahrs-Schrift« 1855 October bis Dezember.</li><li id="footnote_2_6188" class="footnote"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rasmus_Christian_Rask" target="_blank">Rasmus Christian Rask</a></li><li id="footnote_3_6188" class="footnote">Die <b>Gotische Sprache</b> (Eigenbezeichnung: <i>*gutiska razda</i>) war eine vom germanischen Stamm der <a title="Goten" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goten">Goten</a> gesprochene <a title="Ostgermanische Sprachen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ostgermanische_Sprachen">ostgermanische Sprache</a>. Wikipedia</li><li id="footnote_4_6188" class="footnote">Wie wir Äpfel schwimmen! / See how we apples swim! Die Erklärung für diesen Spruch bietet uns <strong><em>Herders Conversations-Lexikon</em> </strong>(1856, Band 4, S. 360): <em><strong>Nos hic poma natamus</strong></em>, lat. Sprichwort, sagte der Pferdeapfel (Pferdekoth), als er in Gesellschaft einiger Aepfel den Bach hinabschwamm.</li></ol>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Kröten und Schmetterlinge — Über den Umgang der Franzosen mit dem Griechischen</title>
		<link>https://slangtimes.com/2013-03-19/kroten-und-schmetterlinge-uber-den-umgang-der-franzosen-mit-dem-griechischen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[SlangGuy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2013 05:27:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachkolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Schopenhauer]]></category>
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					<description><![CDATA[Gnadenlos urteilt Schopenhauer, selbsterklärter Eingesessener einer grenzenlosen Gelehrtenrepublik, über alles, was seinen am Klassischen ausgerichteten Maßgaben nicht gerecht werden kann, von der alten deutschen Dichtung bis hin zu Sprachen wie dem Englischen und, in diesem Fall, dem Französischen, dieser schlechtesten Verstümmelung lateinischer Worte mit ihrem ekelhaften Nasal. Hier die drittletzte – ebenso kurze wie heftige [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: left;" align="CENTER"><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;">Gnadenlos urteilt Schopenhauer, selbsterklärter Eingesessener einer grenzenlosen Gelehrtenrepublik, über alles, was seinen am Klassischen ausgerichteten Maßgaben nicht gerecht werden kann, von der alten deutschen Dichtung bis hin zu Sprachen wie dem Englischen und, in diesem Fall, dem Französischen, dieser schlechtesten Verstümmelung lateinischer Worte mit ihrem ekelhaften Nasal. Hier die drittletzte – ebenso kurze wie heftige – Folge von Schopenhauers unsortierten Betrachtungen über Sprache und Worte… </span></h5>
<p><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;"><span id="more-6185"></span></span></p>
<p style="text-align: right;" align="CENTER"><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;">Fortsetzung von <a href="https://slangtimes.com/2013-02-27/etymologie-als-lehre-von-den-knochen/">hier</a></span>.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;"><strong>Arthur Schopenhauer’s sämmtliche Werke<br>
<a href="http://www.archive.org/stream/arthurschopen06schouoft#page/598/mode/2up" target="_blank">Parerga und Paralipomena</a><br>
Kleine philosophische Schriften<br>
Vereinzelte, jedoch systematisch geordnete Gedanken über vielerlei Gegenstände</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;"><strong>Kap. XXV.<br>
Ueber Sprache und Worte </strong></span></p>
<p align="CENTER"><span style="color: #000000; font-family: trebuchet ms,geneva;"><span style="font-size: small;"><b>Anhang verwandter Stellen</b></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Die </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><b>Franzosen</b></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, inclusive der Akademien, gehen mit der <strong>griechischen Sprache</strong> schändlich um: sie nehmen die Worte derselben herüber, um sie zu verunstalten: sie schreiben z.B. </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Etiologie</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Esthétique</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> u.s.w.; während gerade nur im Französischen das </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>au</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> so ausgesprochen wird, wie im Griechischen; ferner </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>bradype</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Oedype</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>Andromaque</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> u. dgl. m., d.h. sie </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><b>schreiben die griechischen Wörter, wie ein französischer Bauernjunge, der sie aus fremden Munde aufgeschnappt</b></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> hätte, sie schreiben würde. Es würde doch recht artig lassen, wenn die französischen Gelehrten sich wenigstens so stellen wollten, als verständen sie Griechisch. Nun aber zu Gunsten <strong>eines so ekelhaften Jargons, wie der französische</strong> (dieses auf die widrigste Weise verdorbene Italliänisch mit den scheußlichen Endsileben und dem Nasal) an sich selbst genommen ist, die <strong>edle griechische Sprache</strong> frech verhunzen zu sehn, ist ein Anblick, wie wenn die große westindische Spinne einen Kolibri, oder eine Kröte einen Schmetterling frißt.*) Ich wollte, daß die </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>illustres confrères</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, wie sich die Herren von der Akademie gegenseitig nennen, die Sache einmal in Ueberlegung nähmen und von dieser <strong>knabenhaften Barbarei</strong> abständen, also entweder die griechische Sprache in Ruhe ließen und sich mit ihrem eigenen Jargon behülfen, oder die griechischen Worte gebrauchten, ohne sie zu verhunzen; um so mehr, als man, bei ihrer Verzerrung derselben, Mühe hat, das dadurch ausgedrückte griechische Wort zu errathen und so den Sinn des Ausdrucks zu enträthseln: Hieher gehört auch das bei den französischen Gelehrten übliche, höchst barbarische Zusammenschmelzen eines griechischen mit einem lateinischen Wort. Dergleichen, meine </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>illustres confrères</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">, riecht nach Barbiergesellen. </span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;">Berechtigt zu dieser Rüge bin ich vollkommen: denn die politischen Gränzen gelten in der <strong>Gelehrtenrepublik</strong> so wenig, wie in der physischen Geographie, und die der Sprachen sind nur für Unwissende vorhanden, »Knoten« aber sollen in derselben nicht geduldet werden. – –</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><a href="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/schop1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-6157 alignleft" alt="schop1" src="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/schop1.jpg" width="256" height="264" srcset="https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/schop1.jpg 400w, https://slangtimes.com/wp-content/uploads/2013/02/schop1-291x300.jpg 291w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px"></a></span></span></span><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">*) Anmerkung des Herausgebers: Ad vocem »<strong>französische Sprache</strong>« ist an einer andern Stelle von Schopenhauer beigeschrieben: »Dieser elendeste romanische Jargon, diese schlechteste Verstümmelung lateinischer Worte, diese Sprache, welche auf ihre ältere und viel edlere Schwester, di</span></span></span><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">e italiänische, mit Ehrfurcht hinaufsehn sollte, diese Sprache, welche den ekelhaften Nasal </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><i>en, on, un</i></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> zum ausschließlichen Eigenthum hat, so wie auch den schluckaufartigen, so unausprechlich widerwärtigen Akzent auf der letzten Silbe, während alle andern Sprachen die sanft und beruhigend wirkende lange Penultima haben, diese Sprache, in der es kein Metrum giebt, sondern der Reim allein, und zwar meistens auf é oder ou, die Form der Poesie ausmacht, – diese armsälige Sprache.«</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: trebuchet ms,geneva;">Fortsetzung <a href="https://slangtimes.com/2013-04-02/die-sprache-von-barenhautern/">hier</a>.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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