SlangGuy's Blog ...

Ano­t­her man done gone… (1)

Erin­nert sich noch jemand an Dr. Hook? Genau­er gesagt an den Coun­try­ro­cker Ray Sawy­er. Den kras­sen Typ mit Cow­boy­hut und Augen­klap­pe?  Oder ein­fa­cher aus­ge­drückt an Dr. Hook & The Medi­ci­ne Show. Die frea­ki­ge Grup­pe mit den sati­ri­schen Tex­ten des legen­dä­ren Tex­ters und Car­too­nis­ten Shel Sil­ver­stein hat­te einen Rie­sen­hit mit der nicht ganz ernst zu neh­men­den Über­schnul­ze Sylvia’s Mother; mein per­sön­li­cher Favo­rit der Jungs war Frea­kin’ at the Frea­kers’ Ball, das sich wun­der­bar auf der Klamp­fe nach­schram­meln ließ. Ach ja, und nicht zu ver­ges­sen The Cover of the Rol­ling Stone. Aber hier geht es mir um einen ande­ren groß­ar­ti­gen Shel Sil­ver­stein-Text, und zwar der zu Marie Laveau, einem Dr. Hook-Song um die legen­dä­re Witch Queen of New Orleans. Auch die Grup­pe Red­bo­ne hat einen herr­li­chen Song über sie geschrie­ben. Wie auch immer, in Sil­ver­steins Text heißt es im Refrain immer so schön gruselig:

Her body star­ted trem­blin´, and her eyes star­ted flashin´.
And she went URG.….….….. Ano­t­her man done gone.

Das war mit das ers­te Mal, dass mir das “done gone”  so rich­tig auf­fiel. Wegen des schau­ri­gen Vor­trags. Gehört hat­te ich die Wen­dung auch schon in einem uralten Blues über Chain Gangs, der hier in einer Auf­nah­me des legen­dä­ren Folk­for­schers John A. Lomax von Vera Hall Ward zu hören ist. Auch von John­ny Cash ken­ne ich eine Ver­si­on davon.

Ano­t­her man done gone
Ano­t­her man done gone
Ano­t­her man done gone
From the coun­try farm
Ano­t­her man done gone.
He had a long chain on
He had a long chain on
He had a long chain on
From the coun­try farm
Ano­t­her man done gone.

Done gone, also. Dass die Wen­dung im schwarz­ame­ri­ka­ni­schen Eng­lisch vor­kommt ist klar. Und auch sonst in ame­ri­ka­ni­schen Dia­lek­ten. Aber woher kommt sie?

Ich dach­te, das lie­ße sich hier rela­tiv schmerz­los abhan­deln. Aber als ich dann in mei­ner Daten­bank nach­schlug, ging das Thea­ter auch schon los.  Es bedarf also der Arbeit. Wen es also inter­es­siert und wer etwas über die Theo­rie hören möch­te, die ame­ri­ka­ni­sche Her­ren­ras­se habe sich ihre Spra­che bei ihren schwar­zen Skla­ven abge­guckt, der schaue dem­nächst mal wie­der vorbei.

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