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»That’s so book!«

So ziem­lich das jüngs­te Syn­onym für groß­ar­tig, pri­ma, duf­te, eins a kommt wie so manch ande­rer Slang­aus­druck die­ser Tage aus dem Bereich der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik. Tippt der tex­ten­de Teen in der eng­li­schen Ver­si­on des T9-Sys­tems 2665 für »cool« in sein Han­dy, bie­tet das Pro­gramm erst ein­mal »book«. Offen­sicht­lich ist es ein­fa­cher, die­ses »book« abzu­schi­cken, als noch­mal zu drü­cken, und so beka­men die Leu­te, die – sagen wir mal – auf eine Par­ty auf­merk­sam mach­ten, häu­fig die Bestä­ti­gung »book« anstel­le des beab­sich­tig­ten »cool«. Absicht oder nicht, irgend­wann blieb man eben dabei; und damit wur­de »book« eben »cool«. Nicht lan­ge, und das Wört­chen ent­floh dem glän­zen­den klei­nen Schäch­tel­chen in die »rea­le« Welt. Jetzt spricht man es eben auch. Es fügt sich, auch mit den übli­chen Adver­bi­en etwa zu »total­ly book«, »well book« oder »so book« kom­bi­niert, naht­los in die schier end­lo­se Rei­he stän­dig neu­er Syn­ony­me für »cool«.
Offen­sicht­lich gab es bei der deut­schen Ver­si­on von T9 anfangs ein ähn­li­ches Phä­no­men: Wie der Spie­gel sei­ner­zeit berich­te­te, bot  das Prog­gi damals für »maxi« erst mal »Nazi« & für »voll« erst mal »Volk«. Slang wur­de dar­aus  Gott sei’s gedankt nicht; die Pro­gram­mie­rer änder­ten ein­fach die Prio­ri­tä­ten.

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