»Dijongate« – Obama hat seinen ersten Skandal

Barack & Joe gehen um die Ecke auf einen Burger – wie unsereins, ganz der Mann von der Straße sozusagen, nur dass in der Brutzelbude ganz zufällig Kelly O’Donnell von NBC mit einem Kameramann abhängt… im Handumdrehen ist eine Liveschaltung eingerichtet. Die Szene läuft im TV. Ich meine, ich hatte mal ein Foto von mir in der NN, bloß weil ich am letzten schönen Herbsttag unter einem Baum im Park gehockt bin, aber das…
Okay, das Ganze ist also vom White House in Szene gesetzt, zwei Malocher beim Burgeressen, das ist  wohl das Bild, das vermittelt werden sollte, alles klar. Aber was macht nun Obama? Nicht nur will er keinen Ketchup, er wünscht statt des gelblichen Dünnpfiffs, der es für den Rest der amerikanischen Malocher auf Hotdogs & Burgern tut, etwas Besseres, Yuppiesenf eben, Grey Poupon, oder mit anderen Worten Dijon.
Dieser Widerspruch fällt einem Blogger auf, der das anmerkt, ohne sich groß was dabei zu denken, und schon läuft die Blogger- wie die Nachrichten-Szene heiß.
Wie ich darauf komme?
Ich hatte mich mit dem Begriff »nutroots« befasst, einem Wortspiel, das auf den ersten Blick »grassroots«, die bodenständige Basis, mit »nut«, also dem Spinner, vereint. Angespielt wird damit jedoch präziser auf die »netroots«, die engagiert liberale Basis der Bloggerszene, was denn die »nutroots« in die linksliberale Ecke rückt, in der laut rechts eben »Spinner«, sprich die Humorlosenfraktion wie etwa die »econuts«, zu finden sind. Angeblich seien es diese »nutroots«, die sich von dem Blogger ans Bein gepinkelt fühlten. Aber bei genauerer Hinsicht sind es wohl eher die Kommentatoren von der anderen Seite, die den Senftopf rühren. Denen fällt wohl im Augenblick nichts Besseres ein, als den neuen Präsidenten als elitär, ja verweichlicht, um nicht zu sagen, als Tunte zu beschimpfen, weil ihm der biedere Senf einer ganzen Hotdogs mampfenden Baseballnation nicht genügt.

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