Heute, auf den Tag , vor 48 Jahren fand man Marilyn Monroe tot in ihrer Wohnung.»Man« ist ihr Hausmädchen Eunice Murray, das darauf Monroes Psychotherapeuten anrief… der ihr den Posten überhaupt erst verschafft hatte. Und genauso verschachtelt geht es weiter bei allem, was ihren Tod angeht. Eine Überdosis Barbiturate schließt ja einen Mord nicht aus.
Aber darum geht es mir nicht. Nicht dass ich nicht fasziniert so einige Dokus über die Verschwörungstheorien um ihren Tod gesehen hätte. Oder Norman Mailers Marilyn gelesen, laut dem Marilyn die Bügelfalten der Hollywoodgrößen besser kannte als deren Gesicht. Was für eine Aussage. Selbst wenn es stimmt, ist das dieselbe Art von Männerphantasie, die Bernd Eichinger seinerzeit Hubert Selbys trostlosen Roman Last Exit to Brooklyn hat verfilmen lassen. Dass tausend Typen über eine verzweifelte, hilflose Frau steigen, das geilt Typen von einem gewissen Kaliber nun einmal auf…
Ich weiß nicht, ob weit mehr hinter ihr steckte, als eine verliebte Kamera zu zeigen vermochte, aber so dumm, wie Billy Wilder, John Huston und Konsorten sie darstellten, kann ohnehin niemand sein. Eine Frau, die von Kindheit an missbraucht wurde und sich dann in die Rolle einer Sexgöttin gedrängt sah… Und ohne zynisch werden zu wollen, als solche starb sie im richtigen Augenblick.
Vielleicht möchte sich der eine oder andere heute Abend einfach einen ihrer Filme anschauen. Cameron Diaz, Sandra Bullock, Demi Moore, eat your heart out…