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Das Para­dies für Dead Heads

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Ich bin nicht unbe­dingt ein Dead Head. Nicht dass ich je was gegen die Gra­te­ful Dead gehabt hät­te. Ganz im Gegen­teil. Ich hat­te auf Vinyl eine Rei­he ihrer Plat­ten. Und wenigs­tens zwei davon habe ich noch auf CD. Wenn ich sage, dass es sich dabei um Blues for Allah und Wake of the Flood han­delt, dann dürf­te das für den Ken­ner mein Ver­hält­nis klar defi­nie­ren. Die Dead Heads, denen ich das die letz­ten 40 Jah­re gesagt habe, wur­den dar­auf irgend­wie merk­wür­dig still. Ver­mut­lich liegt das dar­an, dass die eher auf die coun­try­las­ti­ge­ren Wer­ke der alten Hip­pie-Hero­en ste­hen. Workingman’s Dead zum Bei­spiel. Kei­ne Ahnung. Ich mag die bei­den LPs noch heu­te wegen ihrer relax­ten Art. Ein Remas­ter wäre viel­leicht mal angesagt.

Wie auch immer, wor­auf die meis­ten Deads Heads ste­hen, das sind Boot­legs von Live-Mit­schnit­ten der Band. Die gehö­ren zum Kult. Und nach­dem die Gra­te­ful Dead im letz­ten Bei­trag hier als Urvä­ter eines ner­vi­gen Trends geoutet wur­den, möch­te ich gleich einen Tipp nach­schie­ben, der mich mit den Dead Heads wie­der ver­söh­nen soll. Nicht dass der har­te Kern sel­bi­ger ihn noch groß brau­chen dürf­te. Aber man weiß ja nie. 

Das Para­dies für Dead Heads, ich sage es gleich mal vor­ne­weg, ist die Audio­ab­tei­lung des Inter­net Archi­ve. Und hier wie­der­um die Abtei­lung der Gra­te­ful Dead. Es ist dies die ulti­ma­ti­ve Biblio­thek für Boot­legs der Band: Über 7600 Kon­zert­mit­schnit­te hat man bis dato hier zusam­men­ge­tra­gen. Und man kann sie »aus­lei­hen«, d.h. sie las­sen sich ganz legal in ver­schie­de­nen Audio­for­ma­ten auf die hei­mi­sche Fest­plat­te zie­hen. Natür­lich ist die Mühe nicht nötig; sie las­sen sich auch ganz ein­fach im Strea­ming-Ver­fah­ren hören.

Und da sich kein rich­ti­ger Mann der Fas­zi­na­ti­on einer Lis­te ent­zie­hen kann, hier die zehn Top-Down­loads von letz­ter Woche, so wie ich sie heu­te gefun­den habe. Ich gebe die Links gleich mit, auch wenn es etwas auf­wän­dig ist.

1. Gra­te­ful Dead Live at Bar­ton Hall — Cor­nell Uni­ver­si­ty on 1977-05-08
1,440 down­loads
2. Gra­te­ful Dead Live at Nash­ville Muni­ci­pal Audi­to­ri­um on 1978-12-16
823 down­loads
3. Gra­te­ful Dead Live at Olym­pic Are­na on 1983-10-17
783 downloads
4. Gra­te­ful Dead Live at Madi­son Squa­re Gar­den on 1979-09-04
572 down­loads
5. Live at Rich Sta­di­um on 1989-07-04
461 downloads
6. Gra­te­ful Dead Live at Gizah Sound and Light Thea­ter on 1978-09-16
451 downloads
7. Gra­te­ful Dead Live at Robert F. Ken­ne­dy Sta­di­um on 1973-06-10
445 downloads
8. Gra­te­ful Dead Live at Giants Sta­di­um on 1989-07-09
421 downloads
9. Gra­te­ful Dead Live at Capi­tol Thea­ter on 1970-06-24
403 downloads
10. Gra­te­ful Dead Live at Uptown Thea­ter on 1981-02-27
364 downloads

Man sieht an den Zah­len, dass die Man­nen um den lei­der längst ver­bli­che­nen Jer­ry Gar­cia nichts an ihrer Beliebt­heit ver­lo­ren haben.

Um die gan­ze Geschich­te so recht wis­sen­schaft­lich zu machen, kön­nen Sie die gehör­ten Schät­ze natür­lich auch im dazu gehö­ri­gen Gra­te­ful Dead-Forum dis­ku­tie­ren. Da lässt sich die jewei­li­ge Beset­zung erfra­gen, um sie auf die selbst gebrann­ten CDs über­tra­gen zu kön­nen etc.

Die Qua­li­tät, sowohl die der Mit­schnit­te als auch die der Kon­zer­te an sich, vari­iert, aber das ficht einen rich­ti­gen Dead Head bekannt­lich nicht an. Ich für mein Teil wür­de mir gern irgend­wann mal eine eige­ne Best of zusam­men­schnei­den, wenn es die Zeit erlaubt. Die Mucke ist defi­ni­tiv was fürs som­mer­li­che Grill­fest – schmei­ßen Sie Ihren Ramm­stein-ver­seuch­ten Nach­wuchs ein­fach mal für eini­ge Stun­den raus…

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