SlangGuy's Blog ...

Geht’s auch auf Deutsch?

Der­zeit kaum Zeit, um groß über lau­si­ge Über­set­zun­gen zu gran­teln, aber das heißt noch lan­ge nicht, dass einem nicht tag­täg­lich der Kaf­fee hoch­kommt, wenn man in die so genann­ten Nach­rich­ten guckt…
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Als wär’s nicht schlimm genug, Tag für Tag aus dem Haus zu gehen und sich mit­ten in einem Heer geschnie­gel­ter Zom­bies in Kla­mot­ten zu sehen, aus denen sie irgend­wie längst draus­ge­wach­sen zu sein schei­nen, quillt einem die­se Beses­sen­heit mit der Ober­flä­che auch noch aus den »Nach­rich­ten« ent­ge­gen. Selbst die obses­si­ve Beschäf­ti­gung mit Trumps Fri­sur zeugt von Mas­sen­hyp­no­se. Zu allem Über­fluss muss das auch noch in lau­sigs­tem Pseu­do­deutsch von­stat­ten gehen. Das dann natür­lich von all den Mode­zom­bies als krass ange­sagt nach­ge­plap­pert wird. Sie­he unter »Kopp­lungs­schlei­fe« oder »Loop«.

Sie ken­nen die klei­nen Dop­pel­bild­chen, wo’s drun­ter oder drü­ber heißt: »Was ist anders?« (oder so ähn­lich). Okay, den­ken Sie sich zum fol­gen­den Bild ein­fach ein zwei­tes (fast) glei­ches in rich­ti­gem Deutsch. Soll­ten Sie kei­ne Unter­schie­de fin­den, dann klem­men Sie sich mal Ihr inter­net­fä­hi­ges Rek­tal­ther­mo­me­ter zwi­schen die Backen und fra­gen Sie Ihren per­so­na­li­sier­ten Web­dienst, ob Sie noch leben. Und auch wenn man Ihnen das nicht auf die Nase bin­det, der zustän­di­ge Algo­rith­mus im Super­com­pu­ter des daten­ab­grei­fen­den Groß­kon­zerns hin­ter Ihrem Web­dienst denkt sich: »Das groß­ar­tigs­te Ding an dem ist das Vaku­um zwi­schen den Ohren.« Ob man Ihnen dar­auf wohl einen Wer­be­spot für eine Deutsch­fi­bel aufs Smart­pho­ne schickt?

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