Est brevitate opus, ut currat sententia…

Es ist womöglich [die englische] Eigenheit, nicht mehr zu sagen als unbedingt nötig, die uns einige unserer Wörter so erbärmlich zurechtstutzen lässt, dass sie in privaten Briefen und Unterhaltungen nicht selten allem außer ihrer ersten Silbe verlustig gehen wie etwa im Falle von „mob.“, „rep.“, „pos.“, „incog.“ und ähnlichen mehr; und da alle lächerlichen Wörter ihren Einzug in eine Sprache mittels vertrauter Phrasen halten, wage ich lieber keine Mutmaßung darüber, ob man nicht auch diese mit der Zeit als Teil unserer Sprache betrachten wird. Wie zu beobachten, sind einige unserer Dichter unbesonnen genug, Hudibras‘ Knüttelbildungen in ihren ernsten Kompositionen zu imitieren, indem sie die Merkmale unserer Substantive über Bord werfen, die für die englische Sprache wesentlich sind. Ja, diese Eigenart, unsere Sprache zu kürzen, ging bereits einmal so weit , dass einige unserer gefeierten Autoren, zu denen wir insbesondere Sir Roger L’Estrange rechnen dürfen, ihre Wörter aller überflüssigen, wie sie meinten, Buchstaben zu entledigen begannen, um die Schreibung der Aussprache anzupassen; sie hätten damit alle unsere Etymologien in Unordnung gebracht und unsere Sprache erheblich zerstört.“

Soweit Joseph Addison 1711 im Spectator über die Neigung seiner Landsleute zu ihrer seiner Ansicht nach fatalen brevitas. In unserer Zeit drängt sich bei der Lektüre dieser Ausführungen die Frage auf, was er wohl zu Folgendem gesagt hätte: „U GOTA B U1!1!!1! WTF LOL U CANT B NO ONE ELSE1!1! WTF.“ Vermutlich kaum „wts roffle m8 chunk the deuce!!!)

Was immer er gesagt hätte, Jonathan Green, dieser Jahre eine unserer Koryphäen in Sachen Slang, nimmt die Neigung der Leute zu solchem Abkürzungswahn kategorisch in Schutz: „It’s just another form of the Queen’s English – not better, not worse.“

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