Ame­ri­ka­ni­sche Lyrik (2) — Walt Whit­man

1904 erschien bei Died­richs in Leip­zig eine Aus­wahl aus Walt Whit­mans Werk in der Über­set­zung von Wil­helm Schöler­mann. Der Über­set­zer gab dem Bänd­chen auch eini­ge ein­füh­ren­de Wor­te zu Whit­man und sei­nem Werk mit. Aus die­sen sei fol­gen­der Abschnitt zu Whit­mans Per­son zitiert.

In Emer­son ver­kör­pert sich die rei­ne Hoff­nung, in Tho­reau der schlicht-ursprüng­li­che Natur­glau­be, in Whit­man aber die Lie­be. (mehr …)

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Ame­ri­ka­ni­sche Lyrik (1)

Der Rabe
von
Edgar All­an Poe

Deutsch von Alex­an­der Neid­hardt.

Einst in mit­ter­näch­t’­ger Stun­de,
Als ob lang vergess’ner Kun­de
Ich in alten, net­ten Bän­den
Grü­bel­te, das Her­ze schwer,
Und ich nickend kaum noch wach­te,
Plötz­lich ich zu hören dach­te
Klop­fen an der Thür es sach­te.
“Ein Besu­cher ist es, der
Ange­klopft!” so sagt’ ich mur­melnd,
“Ein Besu­cher ist es, der
Klopft, – nur dies – und sonst nichts mehr.” – (mehr …)

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