Gebrauch lächer­li­cher, anstö­ßi­ger, oft unan­stän­di­ger Wor­te und Redens­ar­ten (7)

Begleitend zu meiner Kolumne über den Trend zum Schnitzer in der öffentlichen bzw, offiziellen Übersetzung & der noch nervigeren Macke, derlei Schnitzer gleich als modisches Deutsch nachzuplappern, möchte ich hier…

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Gebrauch lächer­li­cher, anstö­ßi­ger, oft unan­stän­di­ger Wor­te und Redens­ar­ten (6)

Begleitend zu meiner Kolumne über den Trend zum Schnitzer in der »öffentlichen Übersetzung« & der noch nervigeren Macke, diese Schnitzer gleich als Modedeutsch nachzuplappern, sei hier eine Fundsache aus dem…

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Gebrauch lächer­li­cher, anstö­ßi­ger, oft unan­stän­di­ger Wor­te und Redens­ar­ten (5)

In der fünften Folge verliert unser guter O'Clarus Hiebslac sich eher dröge in Erklärungen zur englischen Aussprache. Man kann das lesen. Wie seine Zuhörer das bei seinem Vortrag in London…

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Gebrauch lächer­li­cher, anstö­ßi­ger, oft unan­stän­di­ger Wor­te und Redens­ar­ten (4)

Die vierte Portion von O'Clarus Hiebslacs humoristischen Vortrag im Londonder deutschen Athenäum – anno 1884. Nach der langen Aufzählung von Schnitzern aus englischen Goethe-Übersetzungen ist das »humoristisch« wohl eher cum…

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Gebrauch lächer­li­cher, anstö­ßi­ger, oft unan­stän­di­ger Wor­te und Redens­ar­ten (3)

Hier eine weitere Portion von Herrn Hiebslacs Schnitzern aus Sir Walter Scotts Übersetzung von Goethes Götz. Ist etwas viel auf einen Schlag; ich empfehle, sich hin und wieder was draus…

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Gebrauch lächer­li­cher, anstö­ßi­ger, oft unan­stän­di­ger Wor­te und Redens­ar­ten (2)

Begleitend zu meiner neuen Kolumne über den Trend zum Schnitzer in der öffentlichen Übersetzung & der noch nervigeren Macke, diese Schnitzer gleich als modisches Deutsch nachzuplappern, möchte ich hier eine…

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Ame­ri­ka­ner in Fran­ken

Also, Nürnberg, gab ein Wandrer aus Gebieten weit entlegen, wie er schritt durch deine Gassen, fromm dir seinen Liedersegen...                                   Henry Wadsworth Longfellow (dt. von Ferdinand Freiligrath) Amerikaner in Franken?…

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Gen­an­te Lieb­ha­ber?

Nicht sel­ten beim Über­set­zen stöhnt man auf ob des ver­meint­li­chen Unge­nü­gens unse­rer deut­schen Mut­ter­spra­che ange­sichts frem­der Sprach­fül­le. Und natür­lich ist das unge­recht. Wir haben alle Wör­ter, die wir brau­chen. Erst wenn uns aus ande­ren Kul­tu­ren neue Kon­zep­te ange­tra­gen wer­den, ver­sagt unse­re Spra­che immer wie­der mal. Muss sie ver­sa­gen, wenn das Benann­te für uns etwas Neu­es ist. Aus dem einen oder ande­ren Grund kennt unse­re Kul­tur das Phä­no­men eben nicht. Ande­rer­seits kom­men uns ande­re bei der Prä­gung eines grif­fi­gen Namens für etwas aber auch nicht sel­ten ganz ein­fach zuvor.

So auch beim Phä­no­men des bodi­ce-rip­per. Unmög­lich, so habe ich mir gedacht, dass es dafür kei­ne deut­sche Ent­spre­chung geben soll­te. Und begann im 19. Jahr­hun­dert zu suchen. Ich beging damit frei­lich den Kar­di­nal­feh­ler, nicht erst ein­mal nach­zu­se­hen, wor­um genau es sich dabei eigent­lich han­delt und wann denn das Eng­li­sche auf die­sen Begriff gekom­men ist. Ich mei­ne ihn seit einer Ewig­keit zu ken­nen. Als ich end­lich nach­schlug, war ich eini­ger­ma­ßen erstaunt: Das Oxford Eng­lish Dic­tion­a­ry nennt einen Erst­be­leg für das Jahr 1980: (mehr …)

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Bücher & ihre Über­set­zer

Bei der bevor­ste­hen­den Buch­mes­se wird ein­mal mehr eines unter den Tisch fal­len: dass es sich näm­lich bei einem Gut­teil der dort gleich hal­len­wei­se feil­ge­bo­te­nen Titel um Über­set­zun­gen han­delt. Dass folg­lich buch­stäb­lich kein Wort, von dem, was in einem die­ser Bücher steht, von sei­nem Autor stammt, son­dern von sei­nem Statt­hal­ter im jewei­li­gen Land. Umber­to Eco, Rod­dy Doyle, Dan Brown, J.K. Row­ling, Michel Hou­el­le­becq – wer deren Bücher auf Deutsch liest, der liest sie in Über­set­zung und damit das Werk eines Über­set­zers.

tb480

Um die Wür­di­gung sei­ner Arbeit, die Wür­di­gung der Tat­sa­che, dass es – um ein Kli­schee zu bemü­hen – ohne den Über­set­zer kei­ne Welt­li­te­ra­tur gäbe, ist es aller­dings gar nicht so toll bestellt, wie man mei­nen möch­te, hält man ihr Aus­maß gegen die Tat­sa­che, dass hier­zu­lan­de ohne ihn kaum einer je von Don Qui­jo­te, Can­d­i­de oder Moby Dick gehört hät­te, geschwei­ge denn dass sich jemand dar­an als geneig­ter Leser hät­te erfreu­en kön­nen. Umge­kehrt gilt das natür­lich auch für unse­re Autoren, sei es ein Patrick Süs­kind, ein Hein­rich Böll oder ein Gün­ter Grass.
Der Leser einer Über­set­zung ist sich die­ser Tat­sa­che meist nicht bewusst. Er liest in der Illu­si­on, das Werk des Autors zu lesen. Für ihn steht der Name des Autors außen drauf und auf der Klap­pe und innen drin; für ihn ist die Über­set­zung das Ori­gi­nal. Nun, gegen Illu­sio­nen ist an sich nichts ein­zu­wen­den. Wer gibt sich nicht gern den Illu­sio­nen eines David Cop­per­field hin? Und ist Lesen an sich nicht schon eine Art Illu­si­on, das Gele­se­ne selbst zu erfah­ren? Nur ist der Illu­sio­nist hier­bei in der Regel nicht weni­ger gefragt als die Illu­si­on. Karl May, Edgar Wal­lace, Geor­ges Sime­non, wir lesen die Wer­ke die­ser Leu­te, weil ihre – sprich gro­ße – Namen dahin­ter bzw. dar­auf ste­hen. Und für David Cop­per­field gilt das nicht weni­ger. (mehr …)

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Über­set­zen stu­die­ren?

Falls Sie sich, aus welchem Grund auch immer, mit dem Gedanken tragen sollten, Übersetzer zu werden, fragen Sie sich vermutlich, wie Sie das angehen sollen. Einfach bei Verlagen bewerben? Übersetzer-…

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Abra­ka­da­bra — er bleibt ver­schwun­den…

Bei der bevor­ste­hen­den Buch­mes­se wird ein­mal mehr eines unter den Tisch fal­len: dass es sich näm­lich bei einem Gut­teil der dort gleich hal­len­wei­se feil­ge­bo­te­nen Titel um Über­set­zun­gen han­delt. Dass folg­lich buch­stäb­lich kein Wort, von dem, was in einem die­ser Bücher steht, von sei­nem Autor stammt, son­dern von sei­nem Statt­hal­ter im jewei­li­gen Land. Umber­to Eco, Rod­dy Doyle, Dan Brown, J.K. Row­ling, Michel Hou­el­le­becq – wer deren Bücher auf Deutsch liest, der liest sie in Über­set­zung und damit das Werk eines Über­set­zers.

tb480

Um die Wür­di­gung sei­ner Arbeit, die Wür­di­gung der Tat­sa­che, dass es – um ein Kli­schee zu bemü­hen – ohne den Über­set­zer kei­ne Welt­li­te­ra­tur gäbe, ist es aller­dings gar nicht so toll bestellt, wie man mei­nen möch­te, hält man ihr Aus­maß gegen die Tat­sa­che, dass hier­zu­lan­de ohne ihn kaum einer je von Don Qui­jo­te, Can­d­i­de oder Moby Dick gehört hät­te, geschwei­ge denn dass sich jemand dar­an als geneig­ter Leser hät­te erfreu­en kön­nen. Umge­kehrt gilt das natür­lich auch für unse­re Autoren, sei es ein Patrick Süs­kind, ein Hein­rich Böll oder ein Gün­ter Grass.
Der Leser einer Über­set­zung ist sich die­ser Tat­sa­che meist nicht bewusst. Er liest in der Illu­si­on, das Werk des Autors zu lesen. Für ihn steht der Name des Autors außen drauf und auf der Klap­pe und innen drin; für ihn ist die Über­set­zung das Ori­gi­nal. Nun, gegen Illu­sio­nen ist an sich nichts ein­zu­wen­den. Wer gibt sich nicht gern den Illu­sio­nen eines David Cop­per­field hin? Und ist Lesen an sich nicht schon eine Art Illu­si­on, das Gele­se­ne selbst zu erfah­ren? Nur ist der Illu­sio­nist hier­bei in der Regel nicht weni­ger gefragt als die Illu­si­on. Karl May, Edgar Wal­lace, Geor­ges Sime­non, wir lesen die Wer­ke die­ser Leu­te, weil ihre – sprich gro­ße – Namen dahin­ter bzw. dar­auf ste­hen. Und für David Cop­per­field gilt das nicht weni­ger. (mehr …)

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Mark Twain, Kolo­ni­al­gräu­el & Isla­mi­scher Staat

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Die ebenso allgegenwärtige wie gerechtfertigte Verteufelung mordlustiger islamistischer Schwachköpfe nahöstlicher Provenienz im ach so humanen Abendland – sprich Westen – lässt uns immer wieder gern vergessen, dass »wir« auch nicht…

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Algo­rith­men, Syn­ony­me, Dumm­heit & Bücher­ver­bren­ner 2

Auch wenn es nie­man­den wirk­lich inter­es­siert, wer immer den Begriff »Kul­tur« im Mun­de führt, soll­te sich dar­über im Kla­ren sein, dass dar­un­ter die Spra­che eben­so fällt wie – wenigs­tens in unse­rern Brei­ten – die Frei­heit sich in ihr aus­zu­drü­cken. Und zwar so aus­zu­drü­cken, wie man es für rich­tig hält. Für die Über­set­zung bzw. den Über­set­zer erge­ben sich dar­aus eini­ge Pro­ble­me, die ihm selbst, jeden­falls dem Pro­fi, nicht eigent­lich wel­che sind. Sie wer­den ihm meist erst zu Pro­ble­men, wenn sie ihm der­je­ni­ge, der sei­ne Über­set­zung redi­giert, lek­to­riert – oder wie imm­rer sie die­se, so wie sie heu­te meist gehand­habt wird, herz­lich sinn­lo­se ABM-Maßenah­me für Geschei­ter­te nen­nen wol­len – dazu macht.

Okay, wie neu­lich viel zu wort­reich1 ange­kün­digt, sol­len hier zwei Unsit­ten des Lek­to­rats ange­spro­chen sein, von denen die ers­te älter ist & womög­lich herz­lich – oder typisch – deutsch. Und vor allem haben wir anfangs womög­lich alle dar­an gelit­ten, Über­set­zer wie Lek­to­ren.

So über­schrei­ben wir die­ses zwei­te Kapi­tel mal pla­ka­tiv mit »wohl­fei­le Syn­ony­me, schlich­te Dumm­heit & bücher­ver­bren­nen­des Nazi­tum«.

Exkurs: Und bevor hier einer dumm rum­re­det: Um ein Nazi zu sein, brau­chen Sie nicht irgend­wann mal ein Par­tei­buch (mehr …)

  1. Sie haben’s trotz­dem nicht kapiert, geben Sie’s zu. []

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Dra­cu­la

Man mag Bram Sto­kers Dra­cu­la lesen wie man will, als Aus­druck ganz per­sön­li­cher Ängs­te eines bis zum sieb­ten Lebens­jahr Schwä­cheln­den, der nicht ohne frem­de Hil­fe zu gehen, ja noch nicht ein­mal zu ste­hen ver­moch­te, oder als tabu­bre­chen­den Schwa­nen­ge­sang auf den Unter­gang der vik­to­ria­ni­schen Zeit, Tat­sa­che ist und bleibt, er ist unser aller liebs­ter Vam­pir. Aus die­sem Grund hier zum Anfi­xen ein klei­nes Sor­ti­ment Dra­cu­lia­na für all jene, die sich mal mit dem The­ma befas­sen woll­ten, aber aus dem einen oder ande­ren Grund nie dazu gekom­men sind.

Falls Sie 2 Min 16 Sekun­den haben, gön­nen Sie sich erst mal den kost­ba­ren Trai­ler hier. Er bie­tet mit Chris­to­pher Lee und Peter Cus­hing gleich zwei Super­stars der Ham­mer Stu­di­os (Ham­mer Hor­ror). Der Film Hor­ror of Dra­cu­la (hier­zu­lan­de schlicht Dra­cu­la) kam im Jah­re 1958 her­aus und stammt damit aus der gru­se­li­gen Blü­te­zeit des bri­ti­schen Stu­di­os. (mehr …)

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Mord­sa­che ‘Dün­ner Mann’ – die Trai­ler (1)

Vor eini­ger Zeit hat­te ich hier den Phi­lo Van­ce-Kri­mi mit Wil­liam Powell vor­ge­stellt und bereits dar­auf hin­ge­wie­sen, dass der auch einen wei­te­ren berühm­ten Film­de­tek­tiv gespielt hat: Nick Charles. Powell war einer der Schau­spie­ler, denen ihre Stim­me aus der Stumm­film­zeit in die des Ton­films gehol­fen hat. Bei so man­chen Stars, vor allem weib­li­chen, lief das eher ja anders her­um. Trotz­dem war der Schau­spie­ler 1934 in Hol­ly­wood auf dem abstei­gen­den Ast, als er mit The Thin Man Film­ge­schich­te schrieb. Er wur­de für sei­ne Dar­stel­lung von Dashiell Ham­mets alko­ho­li­sier­tem Detek­tiv sogar für den Oscar nomi­niert – die ers­te von ins­ge­samt drei Nomi­nie­run­gen übri­gens. Er war 1937 der größ­te Kas­sen­ma­gnet nach Clark Gab­le und… tja, Shir­ley Temp­le.

Nun, wie auch immer, ich habe nach der Ent­de­ckung der Phi­lo Van­ce-Kis­te mei­ne alten Thin Man-Cas­set­ten (oh ja, VHS!) raus­ge­sucht und ange­schaut. Und dann die Ori­gi­nal­trai­ler für die sechs Strei­fen der Thin Man-Rei­he gesucht und hier zusam­men­ge­stellt. The Thin Man kam 1934 in die Kinos. Das Buch ent­stand wie gesagt nach einem Roman von Dashiell Ham­mett, sei­nem letz­ten übri­gens. Es geht aus dem Film nicht ganz klar her­vor, aber die Hand­lung spielt zur Zeit des Alko­hol­ver­bots… (mehr …)

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Mei­nungs­bil­dung zur Mei­nungs­ma­che in Thril­ler-Form: Die Soma­lia-Dok­trin

Ent­wick­lungs­hil­fe ja / nein? Soll der Staat was geben und falls ja wem? Soll man gar als krö­ten­ar­mer Pri­vat­mensch spen­den? Dass einem ein Thril­ler hier bei der Mei­nungs­bil­dung hel­fen soll­te, klingt im ers­ten Augen­blick viel­leicht etwas abwe­gig. Aber so etwas gibt’s. Und Sie kön­nen das, falls Sie wol­len, so gut wie umsonst nach­prü­fen. Alles, was Sie brau­chen, ist ein Kind­le-Rea­der und knapp drei Tacken fürs ers­te Buch. Einen Haudrauf von einem Ken­ner der Mate­rie, der Sie durch­aus zum Nach­den­ken anre­gen wird…

Wir haben das ja in der Schu­le gelernt, in Geo­gra­phie, wie ich mich erin­ne­re: Ent­wick­lungs­hil­fe ist gut.1 Die bringt unge­mein was für die armen Unter­ent­wi­ckel­ten die­ser Welt. Und dann kam als Bei­spiel Rour­ke­la, das deut­sche Stahl­werk in Indi­en aus den 1950er-Jah­ren. Den hal­ben Urwald haben sie dafür abge­holzt. Super. Stadt­pla­nung auf dem Reiß­brett. Drei Dut­zend Dör­fer umge­sie­delt. Beein­dru­ckend, sicher, aber das war irgend­wie wohl auch die Kolo­nia­li­sie­rung der hal­ben Welt durch eine klei­ne Nord­see­insel, Herr­gott­noch­mal. Ich (mehr …)

  1. Ich spre­che von den 1960er-Jah­ren. Falls dem heu­te nicht mehr so ist, hin­ter­las­sen Sie gern einen Kom­men­tar… []

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Ange­li­tos Negros – Male mir schwar­ze Engel

Klick zu Ama­zon!

Es gibt Songs, die einen nach dem ers­ten Hören nicht mehr, womög­lich nie wie­der los­las­sen. Egal ob “Cas­ta Diva”, “Suzan­ne” oder “Sweet Home Ala­ba­ma”, sie wol­len einem nicht mehr aus dem Kopf & kom­men einem in den merk­wür­digs­ten Augen­bli­cken in den Sinn. Und dann gibt es LPs, die fast voll sol­cher Songs sind. Wann immer man sie auf­legt, denkt man: “Okay, das war’s jetzt, das waren alle guten Songs.” Und dann kommt noch einer und noch einer. Ges­tern hat­te ich, mit jah­re­lan­ger Ver­spä­tung, wie­der mal eine sol­che – und oben­drein uralte – LP in der Post. Anlass, nach fast drei Mona­ten beruf­li­chen Ärgers eine Kan­ne Tee auf­zu­brü­hen und beim Hören des Schat­zes ein biss­chen dazu im Web zu wüh­len…

Ich weiß nicht mehr, wie ich dazu kam, mir die Plat­te zu kau­fen, viel­leicht hat man sie im Baye­ri­schen Rund­funk auf­ge­legt, viel­leicht hat­te ich sie im Inter­nat (Inter­nat – nicht Inter­net!) bei einem Mit­schü­ler gehört, der ein gro­ßer Soul­fan war und eine Men­ge ein­schlä­gi­ges Vinyl dazu hat­te. Ich spre­che von First Take, dem 1969er Debüt der schwar­zen Soul­sän­ge­rin Rober­ta Flack, die schließ­lich mit “Kil­ling Me Soft­ly” einen Welt­hit  hat­te und dann, nein, nicht wie­der ver­schwand, es gibt sie ja noch, sie hat die­ses Jahr bereits eine CD (Let It Be Rober­ta) her­aus­ge­bracht, aber irgend­wie nie so prä­sent war, wie eine Inter­pre­tin von ihrem Kali­ber es ver­dient hät­te. Oder viel­leicht lag’s auch an mir…

Wie dem auch sei, First Take ist und bleibt womög­lich ihre ganz gro­ße Plat­te und eine Plat­te mit aus­schließ­lich ganz gro­ßen Songs. Und der Song, der mir nicht mehr aus dem Kopf woll­te oder den ich als ers­ten hör­te, das war “Ange­li­tos Negros”. Und es ist auch der Song, der mich jüngst wie­der auf First Take gebracht hat. Über Umwe­ge. (mehr …)

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Dai­sy – Begeg­nung der drit­ten Art

Hör­bü­cher haben Kon­junk­tur. Ob die Leu­te nun zu faul zum Lesen sind oder nur die Augen scho­nen wol­len, kei­ne Ahnung, aber ein von einem aus­ge­bil­de­ten Spre­cher gele­se­nes Buch hat sei­nen eige­nen Reiz. Aber was, wenn einen nun kei­ner der Best­sel­ler inter­es­siert, die es auf CD zu kau­fen gibt? Oder wenn man als lite­ra­risch inter­es­sier­ter Seh­be­hin­der­ter dar­auf ange­wie­sen ist, sich eine gan­ze Men­ge mehr vor­le­sen zu las­sen als das, was im Han­del erhält­lich ist? Wie wäre es denn, wenn man sich Bücher von sei­nem Com­pu­ter vor­le­sen lässt? Es gibt Soft­ware dazu seit lan­gem, und ich habe immer wie­der mal eine aus­pro­biert. Aber nie eine gefun­den, von der ich mir etwas vor­le­sen las­sen möch­te.

Wer erin­nert sich nicht an sei­ne ers­te Sound­kar­te? Ein Sound­blas­ter ver­mut­lich. So groß war die Aus­wahl damals nicht. An On-Board-Sound war noch lan­ge nicht zu den­ken. Es gab zum Sound­blas­ter diver­se Soft­ware. Und damals war alles am Com­pu­ter noch so neu, dass man es auch tat­säch­lich aus­pro­biert hat. Zum Bei­spiel konn­te man sich klei­ne Sound­clips aus Fil­men machen, wenn man eine TV-Kar­te hat­te. Aus fremd­spra­chi­gen Fil­men zum Bei­spiel. Natür­lich geht das heu­te auch noch und viel ein­fa­cher, aber wen inter­es­siert es noch? Zu Zei­ten von Win­dows 3 war das neu, wit­zig, fast auf­re­gend. Und dann hat­te der Sound­blas­ter noch eine Sprach­funk­ti­on. Da konn­te man sich dann, von der einen oder ande­ren Car­toon-Figur gele­sen, an irgend­et­was erin­nern las­sen. Man brauch­te nur einen Text ein­zu­tip­pen, der wur­de dann von der Com­pu­ter­stim­me gele­sen. Die klang bes­ser als erwar­tet, egal für wel­che man sich ent­schied, aber selbst­ver­ständ­lich fehl­te jede emo­tio­nel­le Bezie­hung zum Wort. Von der doch recht eige­nen Aus­spra­che vie­ler Wör­ter ganz zu schwei­gen. Von HAL kei­ne Spur.

Sich län­ge­re Text­pas­sa­gen vor­le­sen zu las­sen, hat­te, so inter­es­sant es immer gewe­sen wäre, etwas Absur­des. Hin und wie­der hat man dann den einen oder ande­ren Rea­der aus­pro­biert, auf den man im Web gesto­ßen ist, aber geän­dert hat­te sich an der man­geln­den Qua­li­tät nichts.

Seit eini­ger Zeit sto­ße ich im Inter­net Archi­ve immer öfter auf das For­mat Dai­sy. Das ist ein Acro­nym und steht für »Digi­tal Acces­si­ble Infor­ma­ti­on Sys­tem«. (mehr …)

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