Krimi gefällig? William Powell als Philo Vance
Ich bin ja sonst kein Freund des Genres »Mord hinter von innen verschlossener Tür« ... Aber so eine alte Philo Vance-Geschichte mit William Powell in der Hauptrolle... Da bin…
Ich bin ja sonst kein Freund des Genres »Mord hinter von innen verschlossener Tür« ... Aber so eine alte Philo Vance-Geschichte mit William Powell in der Hauptrolle... Da bin…
Fortsetzung von hier. Übersetzung © Bernhard Schmid
Teil II
Eine Analyse modernen Slangs offenbart uns die Tatsache, dass sich die Wörter und Wendungen, aus denen er sich zusammensetzt, grob in vier Kategorien einteilen lassen, alle recht unterschiedlichen Ursprungs und sehr verschiedenen Werts. Zweien dieser Kategorien gegenüber mag die Verachtung zulässig sein, die dem Slang als Ganzes gegenüber so oft zum Ausdruck gebracht wird. Den beiden anderen Kategorien gegenüber ist ein solches Gefühl ganz und gar nicht gerechtfertigt, da sie der Sprache einen unschätzbaren Dienst erweisen. (mehr …)
Wie gesagt hatte ich zunächst nur das Wörtchen »trümmlig« gesucht, aber wenn ich ein Wörterbuch in die Hand bekomme, dann blättere ich nun mal gern drin. Und fand da zu meiner großen Freude gleich was ganz Persönliches.
Da wo ich herkomme, sagte man auf die als aufdringlich empfundene Frage, wohin man denn gehe: »Nach Tripstrill – zum Spatzenkämmen.« (Selbstverständlich mit ordentlich bayerischem Akzent.) Ich habe das hier im fränkischen Ausland nie gehört, und egal wen ich danach gefragt habe, keiner wollte es kennen.
Umso größer die Freude über das, was ich bei Fischer fand: (mehr …)
Angst vor dem ersten Date? Dem Manne kann geholfen werden. Ob dass im Zeitalter von Handy, Ritzenflitzer und Schlampenstempel auch funktioniert? Ehrlich gesagt, ich gehe mal schwer davon aus. Ich…
Nachdem ich in einer ersten Slang-Serie zu erklären versuchte, wie Slang funktioniert, soll eine neue Serie hauptsächlich auf seine Funktion innerhalb unserer Sprache eingehen. Was bringt uns diese meist völlig…
Übersetzung © Bernhard Schmid
Teil I
Es ist charakteristisch für das Interesse, das die Wissenschaft heute Dingen entgegenbringt, die sie früher als der Betrachtung unwürdig erachtete, wenn Philologen sich nicht länger abschätzig über den Slang äußern. Womöglich war es auch gar nicht eigentlich der Gelehrte, sondern der Laienphilologe, der bloße Literat, der sich die Verachtung für den Slang auf seine Fahne schrieb. Dem mit Veränderungen der Sprache und Wandlungen des Vokabulars vertrauten Forscher hingegen ist kein Wort zu dürftig für die respektvolle Betrachtung; und gerade aus dem Geringsten lassen sich nicht selten die wertvollsten Lehren ziehen. Aber noch bis jüngst sprach kaum ein Homme de lettres vom Slang, es sei denn geringschätzig und mit dem Wunsch nach seiner sofortigen Ausrottung. Selbst berufsmäßige Sprachforscher wie Trench und Alford1 (heute bedauerlicherweise ihrer einstigen Autorität beraubt) ergehen sich reichlich in Erklärungen von abscheulicher Feindseligkeit. DeQuincey,2 der mit seiner bilderstürmerischen Unabhängigkeit renommierte, war praktisch der einzige, der ein gutes Wort für den Slang übrig gehabt hat. (mehr …)
Während man im ersten Teil auf Eastwoods Einstieg in den Jazz zu sprechen kam, ging es diesmal um Filmmusik, um Kyle Eastwood und um das Monterey Jazz Festival, in dessen Kuratorium Clint Eastwood sitzt. Was mir neu war. Was vielleicht auch den Festivalbesuch des Protagonisten in Eastwoods erster Regiearbeit Play Misty For me erklärt. Ich hatte hier mal was drüber geschrieben, als ich den Film zum letzten Mal sah. In Monterey hat er offensichtlich auch Jamie Cullum kennen und bewundern gelernt. Die beiden haben sich so gut verstanden, dass Clint Cullum bei seinem Film Gran Torino um Mitarbeit bat. Cullum erzählt, wie nervös ihn Eastwood machte, der seinem Konzert anscheinend mit unbewegtem Gesicht folgte! Was denkt der Mann? Findet er mich nicht gut? Herrlich. Aber Eastwood versichert ihm, dass ihn das Konzert an dem Abend zum Fan gemacht hat. Eastwood hat dort auch Diana Krall kennen gelernt, die ja mit »Why Should I Care« einen von Eastwoods eigenen Songs im Repertoire hat. Man hört einen Livemitschnitt des Songs, nach dem Diana Krall meint: »Written by Mr. Clint Eastwood«. Worauf Clint bescheiden meint: »Wenn jeder, der sich mal ein paar Noten notiert, das Glück hätte, die von Diana Krall gesungen zu kriegen…«
Wir sollten natürlich nicht vergessen, dass Eastwood für die Soundtracks einiger seiner Filme verantwortlich zeichnet. Und ich meine damit als Komponist. Mystic River zum Beispiel. Million Dollar Baby. Flags of our Fathers. Grace is Gone. Changeling. Dabei setzt er Musik eher sparsam ein. Bei ihm wird nicht jede Gefühlsregung von Streichern erklärt, nichts wird erstickt. Und er setzte hier zunehmend auch seinen Sohn Kyle Eastwood ein. (mehr …)
Wenn wir uns folgende Fundsachen aus dem Web anschauen, dann wird das ganz deutlich:
»Und zwischen all diesen Ereignissen turnte die ganze Zeit diese trümmlige Paris Hilton herum. Dieser Sommer war doch sehr psycho.« WWW
»Hmmmmm, jetzt mache ich mir doch ein bisschen sorgen, ich habe ganz tief in meinem gedächtnis gekramt aber an eine drümmlige blondine kann ich mich nicht erinnern.« WWW
»Jetzt fängt dieser trümmlige Puertoricaner auch noch an zu bluten, um das Spiel zu verzögern. Sauerei!« WWW (mehr …)
BBC2, für den Engländer ist das »Radio 2«, hat einige illustre Leute am Mikrofon, darunter auch den jungen Jazzer Jamie Cullum. Das mittlerweile immerhin auch schon 31-jährige Milchgesicht mit dem…
Wirft man ferner einen Blick auf die Entwicklungsgeschichte der deutschen Sprache, so ist die Forderung, mehr von diesen Wörtern aus den Regionen in die deutsche Umgangssprache zu holen, nur logisch. Die hochdeutsche Umgangssprache ist so entstanden. Und dieser Prozess hat seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts an Tempo gewonnen. Das Internet, wo jeder mit jedem redet, setzt noch eins drauf. Und bei all dem rüden Ton, der zuweilen in Web-Foren herrscht, wegen eines Dialektworts sah ich noch keinen runtergemacht. Im Gegenteil, die Leute fragen nach, wenn sie etwas nicht verstehen, und wenn das Wort brauchbar ist, übernimmt man es einfach, egal aus welchem Winkel des Landes es kommt. Eine Vielzahl der derzeitigen deutschen Modewörter, ich meine nicht die hirnlos aus dem Englischen übernommenen, haben so in kürzester Zeit gesamtdeutsche Karriere gemacht. Wieso auf diese Vielfalt nicht auch in Übersetzungen zurückgreifen?
Es sind ja auch immer nur einige wenige, die einem in ihrer kleinkarierten Beschränktheit gleich den Dialekt!-Knüppel zwischen die Beine werfen wollen – nicht dass sie sich im Einzelfall vorher kundig machen würden. Meist ist ihnen das Wort ohnehin einfach nur fremd.
Um vielleicht den einen oder anderen dazu zu bekommen, dem einen oder anderen brauchbaren Wörtchen zur allgemeinen Akzeptanz zu verhelfen, hier etwas zur Geschichte des Problems. Ich zitiere – in Auszügen – aus dem fünften Kapitel (»Historisches zur neuhochdeutschen Wortgeographie«) von Paul Kretschmers Einführung zu seinem Buch Wortgeographie der hochdeutschen Umgangssprache aus dem Jahre 1918.
Es geht einfach darum anzudeuten, dass die hochdeutsche Umgangssprache noch gar nicht so lange existiert, wie viele vielleicht annehmen würden, und wie sehr sie bei all den damit verbundenen Problemen auf die deutschen Regionen baut. (mehr …)
In Emerson verkörpert sich die reine Hoffnung, in Thoreau der schlicht-ursprüngliche Naturglaube, in Whitman aber die Liebe. (mehr …)
*
Einleitung
Die vorliegende Sammlung enthält familiäre, nicht schriftgemäße, aber von den gebildeten Klassen in der zwanglosen Unterhaltung allgemein gebrauchte deutsche Ausdrücke und Redensarten, die man unter keiner anderen gemeinsamen Bezeichnung zusammenfassen konnte als dem englischen Worte “Slang.” —
Denn unter Slang versteht man im englischen, außer der technischen Sprache bestimmter Klassen (z.B. der Sportsleute, der Schauspieler etc.) vor Allem eine gemütliche Ausdrucksweise,wie sie in der Unterhaltung mehr oder minder zur Geltung kommt. (mehr …)
Nachdem ich mich neulich hier bereits mit allerhand »Schnodder« beschäftigt habe, möchte ich heute in einem zweiten Kapitel noch einige, Pardon, Fäden – um nicht zu sagen, »Rotzglocken«, wie sie…
Nicht dass ich hier der Wortbildung als Aufgabe des Übersetzers das Wort reden möchte; der Kreativität des Übersetzer sind hier Grenzen gesetzt. Aber die Wortbildung spielt mit in diesen Bereich, man muss sich mit ihren Prinzipien befassen, wenn man etwas zur Übernahme – ohne diese hier qualifizieren zu wollen – fremdsprachlicher Begriffe ins Deutsche sagen will. Ich möchte hier eher in die Richtung des Arguments, dass die deutsche Sprache an sich alles andere als unkreativ ist und damit zwangsläufig auch nicht der deutsche Sprecher. Aber das wäre dann schon etwas aus meiner Arbeit, die hier nichts zur Sache tut. Hier die Einführung von Meyers Artikel, in der er sich mit den Begriffen »Wortgeschichte« und »Bedeutungsgeschichte« befasst.
Eine wortgeschichtliche Arbeit kann einen doppelten Weg verfolgen: sie geht entweder von dem Wort aus und entwickelt die Geschichte seiner Bedeutungen – und dies wird natur- und ordnungsgemäß der häufigste Fall sein – oder sie nimmt umgekehrt einen Begriff zum Ausgangspunkt und verfolgt seine wechselnden Ausdrucksformen. Musterstücke der zweiten Methode haben besonders die Brüder Grimm in zahlreichen Untersuchungen geliefert, von denen hier nur die Jakobs in der “Geschichte der Deutschen Sprache” und Wilhelms “Deutsche Wörter für Krieg“1 erwähnt sein mögen. Es ist aber klar, was auch diese klassischen Beispiele darthun, daß eine ganz strenge Scheidung beider Arten nicht durchzuführen ist. Gehen wir etwa von einem Wort wie ahd. èwa aus, so muß angegeben werden, welche Ausdrücke zum Ersatz dienen, als der allgemeine Begriff “Festsetzung” auf den engeren “rechtmäßige Ehe” eingeschränkt wurde; nimmt man einen Begriff wie “Gesetz” zur Basis, so wird man sich doch einen Augenblick bei der Geschichte des Wortes èwa nach seinem Ausscheiden aus diesem Begriffskreis aufhalten müssen. (mehr …)
»Netlabels«, so weiß Wikipedia weiter, »bieten in aller Regel so genannte „freie Musik“ an. Freie Musik steht unter einer freien Lizenz, ist GEMA-frei und kostenlos. Der Vertrieb dieser Musik ist frei von finanziellen Gewinnabsichten. Die angebotenen Musikdateien werden allgemein auch als Netaudio bezeichnet, wobei der Begriff sehr weit gefasst ist und auch für andere freie Musikdateien im Internet Verwendung findet.«
Aber machen Sie vor dem Weiterlesen erst mal Musik:
Ich sehe langsam, ich habe mich etwas weit aus dem Fenster gelehnt mit meinen Betrachtungen* zu dem armen Wörtchen »trümmlig«. Anders gesagt, ich habe mich zum Idioten gemacht. Wäre ich…
Aber die Leutchen sind nicht nur Cracks auf einer beeindruckenden Reihe von Instrumenten, das ganz Große bei ihnen ist ein perfekter Harmoniegesang in der besten alten Tradition von den Everly Brothers bis zu Crosby, Stills & Nash. Die ideale Musik für einen frühen Sonntagvormittag, an dem Nachbars Kater schnurrend, die Nase gekräuselt, die Augen zu Schlitzen verengt, auf dem gewölbten Deckel meines Scanner abhängt.
Zur Einstimmung vielleicht ihren »Ticket Taker« aus einem Live-Auftritt bei KCRW FM Radio am 25. März 2010 im kalifornischen Santa Monica.
Einst in mitternächt’ger Stunde,
Als ob lang vergess’ner Kunde
Ich in alten, netten Bänden
Grübelte, das Herze schwer,
Und ich nickend kaum noch wachte,
Plötzlich ich zu hören dachte
Klopfen an der Thür es sachte.
“Ein Besucher ist es, der
Angeklopft!” so sagt’ ich murmelnd,
“Ein Besucher ist es, der
Klopft, – nur dies – und sonst nichts mehr.” – (mehr …)